Heute ist der 7.05.2026. Die deutsche Wirtschaft steht aktuell unter erheblichem Druck, und das hat alles mit dem Krieg im Iran zu tun. Diese geopolitischen Spannungen wirken sich nicht nur auf die Stabilität in der Region aus, sondern belasten auch die wirtschaftliche Erholung Deutschlands. Laut den Konjunkturforschern des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird für 2023 nur ein Wachstum von 0,4 Prozent erwartet, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zur ursprünglichen Prognose von 0,9 Prozent im Dezember 2022 darstellt. Michael Grömling, ein Ökonom des IW, hat klargestellt, dass der Konflikt im Iran die wirtschaftliche Erholung abgewürgt hat. Steigende Energiepreise und anhaltende Lieferstörungen treffen die deutsche Wirtschaft hart. Nach drei Jahren voller Rezession und Stagnation hat sie kaum Puffer.
Das minimale Wachstum resultiert größtenteils aus staatlichen Konsumausgaben und Verteidigungsinvestitionen. Gleichzeitig schrumpfen die deutschen Exporte nun schon zum vierten Mal in Folge, während der Welthandel insgesamt wächst. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft zunehmend von den internationalen Märkten abkoppelt. Ein echter Verlust an Wettbewerbsfähigkeit ist hier nicht zu übersehen. Für das Jahr 2026 wird eine Inflationsrate von 3 Prozent im Jahresdurchschnitt prognostiziert. Die Erwerbstätigkeit sinkt, Anlageinvestitionen gehen zurück und der private Konsum stagniert weiter. Zu Jahresbeginn 2023 konnte die deutsche Wirtschaft zwar leicht um 0,3 Prozent wachsen, doch die düsteren Prognosen für die kommenden Jahre lassen wenig Raum für Optimismus. Für 2025 wird ein Mini-Wachstum von nur 0,2 Prozent vorhergesagt, und die Rezession ist für 2023 (minus 0,9 Prozent) und 2024 (minus 0,5 Prozent) bereits eingetreten. [Quelle]
Die Konjunkturprognosen im Wandel
Die Umstände haben sich nicht verbessert. Der Nahost-Krieg beeinflusst weiterhin die wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands. Hohe Energiepreise setzen die Wirtschaft zusätzlich unter Druck, und die Ökonomen bleiben trotz aller Widrigkeiten vorsichtig optimistisch. Der Krieg im Iran hat die wirtschaftlichen Prognosen durcheinandergewirbelt und führt zu einem Preisschock auf dem Energiemarkt, der als neue Variable in die Gleichung eingeht. Stephan Kemper von BNP Paribas Wealth Management warnt, dass ein 10-prozentiger Anstieg des Ölpreises das Wirtschaftswachstum um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte belasten könnte.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent prognostiziert, was eine Senkung gegenüber der vorherigen Schätzung von 1,3 Prozent darstellt. DIW-Präsident Marcel Fratzscher sieht jedoch Anzeichen einer Verbesserung der Konsumlaune – die Menschen geben offenbar mehr Geld aus. Dennoch bleibt die Dauer des Krieges im Iran ungewiss, und die hohen Gas- und Ölpreise könnten die Inflation in Deutschland anheizen. Die Verbraucherpreise werden für 2026 voraussichtlich um 2,4 Prozent steigen, was besonders Menschen mit geringem Einkommen treffen wird. Auch die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose bereits von 1,3 Prozent auf 1 Prozent gesenkt, was vor allem auf die schwache Exportentwicklung zurückzuführen ist. Bundeskanzler Merz bezeichnet den Krieg im Nahen Osten als eine erhebliche Herausforderung für die Konjunktur, während die Wirtschaft durch staatliche Investitionen in Infrastruktur und Rüstung gefördert werden soll. Doch die hohen Energiepreise könnten die positiven Auswirkungen dieser Programme mindern. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2025 nur um 0,2 Prozent, und für 2026 wird keine Rezession erwartet, trotz der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten. [Quelle]