Heute ist der 26.05.2026, und in Freiburg im Breisgau gibt es Neuigkeiten, die besonders für Frauen von Interesse sind. Die Freibadsaison hat im historischen Jahrhundertwende-Lorettobad begonnen, das sich durch ein ganz besonderes Merkmal auszeichnet: Es ist das einzige Damenfreibad in Deutschland. Seit 1886 können Frauen und Mädchen hier ungestört schwimmen – ein echter Rückzugsort, der die Möglichkeit bietet, ohne unangenehme Blicke oder Sprüche zu entspannen. Ich kann mir gut vorstellen, wie befreiend es ist, hier oben ohne ins Wasser zu springen und einfach die Sonne zu genießen!

Ursprünglich war das Lorettobad nur für Herren zugänglich. Doch 1886 wurde das Damenfreibad eröffnet, und seitdem hat sich einiges getan. Männer dürfen lediglich als Badeaufsicht ins Damenbad, während die andere Hälfte des Lorettobads als gemischtes Familienfreibad genutzt wird. Das Ambiente des Eingangsbereichs, das im Jugendstil gestaltet ist, kombiniert sich auf faszinierende Weise mit moderner Schwimmbadtechnik in Edelstahlbecken. Historische Umkleidekabinen und die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts sorgen dafür, dass man sich in eine andere Zeit versetzt fühlt.

Renovierung und Erhalt des Lorettobads

Im Frühjahr wurden Renovierungsarbeiten durchgeführt, um das Bad für die Saison vorzubereiten. Die „Freunde des Lorettobads“ setzen sich unermüdlich für den Erhalt dieses einzigartigen Bades ein und organisieren sogar Kunstausstellungen und Sommerkonzerte. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Leidenschaft und Engagement in diesem Projekt steckt! Schließlich steht das Lorettobad unter Denkmalschutz, sodass bauliche Veränderungen von außen nicht erlaubt sind. Das hat natürlich seine Vorteile: Man kann sicher sein, dass der Charme des Bades bewahrt bleibt.

Ein kleiner historischer Exkurs: Im Winter wurde früher das Eis aus dem Becken entnommen und für Brauereien genutzt. Man kann sich vorstellen, wie kühl es dort gewesen sein muss. Heute hingegen kommen die Frauen hierher, um sich an heißen Sommertagen abzukühlen, und das in einem geschützten Raum, der den Bedürfnissen von Frauen gerecht wird. Ein Ort, an dem man einfach sein kann, ohne sich Gedanken über gesellschaftliche Normen oder Erwartungen machen zu müssen.

Ein Raum für Frauen

Die Bedeutung von Frauenräumen hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen, insbesondere seit der zweiten Frauenbewegung in den 1970er Jahren. Diese Bewegung setzte sich für die Selbstbestimmung über den eigenen Körper und die Sexualität ein. Frauenräume wie das Lorettobad sind mehr als nur Freizeitorte; sie bieten einen kollektiven Gegenort und Sicherheitsraum, in dem Frauen sich frei bewegen und ihre Identität leben können. In einer Welt, die oft von patriarchalen Strukturen geprägt ist, ist es wichtig, solche Rückzugsorte zu schaffen, um tabuisierte Themen wie Gewalt gegen Frauen sichtbar zu machen.

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Öffentliche Strategien auf Stadtteilebene, wie das Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“, sind entscheidend, um die Auseinandersetzung mit diesen Themen voranzutreiben. Es ist ermutigend zu sehen, wie engagierte Bürger und Institutionen zusammenarbeiten, um ein sicheres Umfeld zu schaffen. Das Lorettobad ist ein Paradebeispiel für einen solchen Raum, der nicht nur der Erholung dient, sondern auch zur Bewusstseinsbildung beiträgt und Frauen ermutigt, ihre Stimme zu erheben. Ein Ort, an dem man nicht nur baden, sondern auch die eigene Stärke finden kann – das ist das Lorettobad in Freiburg!