In Heilbronn fand kürzlich ein aufregendes Event statt, das nicht nur die Herzen der Kampfsportfans höherschlagen ließ, sondern auch das Talent und die harte Arbeit junger Athleten in den Vordergrund stellte. Die Kampfsportschule Phoenix, geleitet von Levent Altirikli, trat bei den European Open im Kickboxen in der Kategorie „K1“ an und erzielte bemerkenswerte Erfolge. Mit einem Titel, einem zweiten Platz und drei dritten Plätzen konnte das Phoenix-Team sich in einem hochkarätigen Feld von rund 1200 Teilnehmern behaupten. Ein echtes Kunststück, wenn man bedenkt, dass die Konkurrenz alles andere als einfach war.
Besonders herausragend war Paula Burger aus Lupburg, die mit ihrer beeindruckenden Leistung den Titel für sich beanspruchen konnte. Ihre Fähigkeiten in Koordination, Antizipation und Kondition waren nicht zu übersehen. Der Weg von Paula zum Kickboxen war nicht immer geradlinig – vor vier Jahren kam sie vom Kraftsport zu Phoenix und hat bereits Bayerische und Deutsche Meistertitel gewonnen. Eine wahre Inspiration für viele junge Sportler!
Die Philosophie der Kampfsportschule Phoenix
Altirikli selbst legt großen Wert auf Disziplin und die Lehren, die das Kickboxen mit sich bringt. „Es ist eine Lebensschule“, sagt er, „die Selbstbeherrschung lehrt.“ Seit der Gründung der Schule im Jahr 2013 hat die Nachwuchsförderung oberste Priorität. Besonders Kinder und Jugendliche profitieren von dieser Philosophie. In speziellen Gruppen werden sie nicht nur sportlich, sondern auch sozial gefördert. „Weniger selbstbewusste Kinder ermutigen und Freundschaften fördern“ – das ist das Ziel des Trainings, wie Stephanie Banning, Sozialpädagogin, eindrucksvoll erläuterte.
Die Kampfsportschule Phoenix ist seit März 2024 in neuen Räumlichkeiten in der Goldschmidtstraße 32 in der Oberpfalz ansässig. Bei der Eröffnung, die von Stadtrat Günther Stagat und vielen anderen Sportsfreunden besucht wurde, überreichte Altirikli kleine Präsente als Dankeschön. Unter den Gästen befand sich auch der prominente Personenschützer und ehemalige Profi-Kampfsportler Peter Althof. Ein gelungenes Event, das die Gemeinschaft und den Zusammenhalt in der Kampfsportwelt feierte.
Der Blick nach vorne: Weltmeisterschaften in Madrid
Doch das Phoenix-Team ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Im November stehen die Weltmeisterschaften in Madrid an, und Altirikli plant, mit sechs Aktiven an den Start zu gehen. „Wir brauchen Unterstützung und Sponsoring, um die finanziellen Herausforderungen zu meistern“, appelliert er an die Gemeinschaft. Sponsoren und Unterstützer sind unverzichtbar, um die Talente von morgen zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, auf internationalem Parkett zu glänzen.
Insgesamt zeigt sich ein Trend, der auch in Deutschland deutlich zu beobachten ist: Kampfsportvereine verzeichnen einen stetigen Zulauf. Immer mehr Eltern melden ihre Kinder an, um sie „fit für die Straße“ zu machen. Der Anstieg der Mitgliederzahlen in verschiedenen Kampfsportarten spricht für sich – allein in Brandenburg stiegen die Zahlen im Kickboxen von 446 im Jahr 2015 auf 1109 im Jahr 2024. Ein Zeichen, dass das Interesse an diesen Sportarten wächst und viele die positiven Effekte des Trainings erleben möchten.
Die Vorteile von Kampfsport sind vielfältig. Neben Fitness und Gesundheit bietet er vor allem soziale Kontakte und die Möglichkeit, Selbstbewusstsein zu entwickeln. Während Experten warnen, dass Kampfsport nicht immer eine gute Selbstverteidigung darstellt, betonen sie gleichzeitig, dass er die Teilnehmer lehrt, sich an Regeln zu halten und Konflikte zu vermeiden. Jeremy, ein 16-jähriger Boxer, berichtet von seinem gestärkten Selbstbewusstsein, das er durch das Training gewonnen hat.
So bleibt zu hoffen, dass die Erfolge von Phoenix nicht nur bei den Wettkämpfen sichtbar werden, sondern auch in den Herzen der Mitglieder, die durch den Kampfsport an Stärke und Selbstvertrauen gewinnen. Die Zukunft sieht vielversprechend aus!
