In Lörrach, wo Deutschland, Frankreich und die Schweiz aufeinandertreffen, gibt es bald eine spannende neue Ausstellungsreihe, die die Frage nach dem „Zuhause“ erkundet. Ab Herbst 2026 werden rund 30 Museen an dieser grenzüberschreitenden Initiative teilnehmen, die unter dem Titel „Zuhause – Unterwegs / ici et ailleurs“ firmiert. Die Ausstellungen werden sich mit Migration, Mobilität und Identität beschäftigen – und das aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Von historischen bis hin zu künstlerischen Perspektiven wird alles dabei sein. Diese Initiative wird unterstützt durch den „MuseumsPASSMusées“ und ist das Ergebnis einer vorbereitenden Zusammenkunft im Dreiländermuseum Lörrach, das das trinationale Netzwerk koordiniert.

Was erwartet uns genau? Nun, die erste Ausstellung wird am 11. September 2026 eröffnet und widmet sich Migrationsgeschichten vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Hier stellt sich die Frage, wie sich das Zusammenleben in einer mobilen Gesellschaft gestaltet. Interessanterweise wurde das Lörracher Projekt in Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Freiburg entwickelt, was den frischen Wind in die Sache bringt. Verschiedene Museen setzen unterschiedliche Schwerpunkte, etwa das Antikenmuseum Basel, das sich mit Wanderungsbewegungen vor 2000 Jahren befasst, oder das Augustinermuseum Freiburg, das die Situation ukrainischer Geflüchteter thematisiert. Ein weiterer spannender Beitrag kommt vom Hafenmuseum Basel, das das Leben von Familien auf Schiffen unter dem Titel „Unterwegs daheim sein“ beleuchtet.

Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart der Migration

Die meisten Ausstellungen werden im Herbst 2026 oder Frühjahr 2027 ihre Türen öffnen. Doch einige Beiträge beginnen schon früher: Im Bürgerhaus Pratteln wird ab dem 9. Mai 2026 eine Ausstellung zur regionalen Eisenbahngeschichte gezeigt, gefolgt von einer Ausstellung im Museum im Ritterhaus Offenburg, die Ende Juni 2026 unter dem Titel „Glaube zuhause und unterwegs“ zu sehen sein wird. Das zeigt, wie vielfältig die Ansätze sind, die in dieser Reihe präsentiert werden.

Begleitend zu den Ausstellungen wird es eine gemeinsame Broschüre sowie einen Katalog geben, die den Besuchern zusätzliche Informationen bieten. Wer neugierig ist und mehr erfahren möchte, findet aktuelle Informationen und Termine auf der Website des Dreiländermuseums. Einfach mal vorbeischauen!

Museen im Wandel

Im Kontext dieser Ausstellungsreihe ist es wichtig, einen Blick auf die allgemeine Entwicklung der Museen zu werfen. Ein neuer Leitfaden mit dem Titel „Museen in der Migrationsgesellschaft“ wurde veröffentlicht. Dieser soll Museen dabei unterstützen, Diversität und Migration in ihrer Arbeit zu integrieren. Offene Zugänglichkeit, antirassistische Praxis und Partizipation sind dabei Schlagworte, die in der heutigen Zeit immer relevanter werden. Die Transformation von Museen zu demokratischen und beweglichen Institutionen wird hier angestrebt.

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Diversität und Migration sind kein Randthema mehr. Vielmehr sind sie zentrale Bestandteile einer modernen Gesellschaft, und die Museen sind gefordert, die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen adäquat zu repräsentieren. In dem Leitfaden finden sich praktische Zugänge und eine Vielzahl von Hintergrundinformationen, die die tägliche Arbeit in Museen unterstützen sollen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung!

Die bevorstehenden Ausstellungen in Lörrach sind also nicht nur eine Einladung, über Heimat und Identität nachzudenken, sondern auch ein Ansatz, wie Museen sich weiterentwickeln und auf die Bedürfnisse einer diversen Gesellschaft reagieren können. Auf in die Zukunft!