Heute ist der 22.05.2026 und im Landkreis Aichach-Friedberg tut sich etwas Spannendes! Das Projekt „Na(h) gut! – nah kaufen, gut essen“ des Wittelsbacher Land Vereins hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Familien für eine bewusste, gesunde und regionale Ernährung zu sensibilisieren. Momentan sind 18 Gemeinden in dieses bedeutende Vorhaben involviert. Es ist ein dreijähriger Zyklus, der das Lernen durch alle Sinne fördert. Es beginnt mit Geschmacksschulungen, bei denen frische, regionale Produkte im Mittelpunkt stehen. Wer könnte da widerstehen?
Ein weiterer Schritt sind Besuche auf landwirtschaftlichen Betrieben, wo die Kleinen alles über Lebensmittelproduktion und Tierwohl lernen können. Das klingt nach einer tollen Erfahrung! Am Ende steht eine Kinderkochschulung, in der die Kinder mit regionalen Spezialitätenwirten gemeinsam kochen und essen – und das alles mit saisonalen Zutaten. Das Projekt richtet sich vor allem an Grundschulen und Kindergärten und wird in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern durchgeführt. Die Stadt Friedberg ist dabei besonders aktiv, mit 42 Grundschulklassen und 28 Kindergartengruppen. Auch die Gemeinde Aindling hat sich mit neun Klassen und drei Kindergartengruppen beteiligt.
Stärkung der regionalen Wirtschaft
Bürgermeisterin Gertrud Hitzler hebt die Wichtigkeit des Projekts hervor – es geht um die Stärkung gesunder Ernährungsgewohnheiten und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Das ist nicht nur wichtig für die Gesundheit der Kinder, sondern auch für die regionale Landwirtschaft und Gastronomie. Die Gemeinde investiert in Bildung, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt, was eine sehr zeitgemäße Entscheidung ist.
Gerade in Zeiten, in denen der Selbstversorgungsgrad mit landwirtschaftlichen Produkten in Deutschland eher eingeschränkt ist und viele Obst- und Gemüsesorten importiert werden müssen, ist ein solches Projekt mehr als wertvoll. Grund dafür sind oft unzureichende Produktionskapazitäten und saisonale Unterschiede. Die fehlenden Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen für regionale Lebensmittel sind ebenfalls ein großes Thema. Es gibt zwar einige Initiativen und Geschäftsmodelle, die sich auf die Regionalität von Lebensmitteln konzentrieren, doch die Partnerschaften zwischen regionalen Erzeugerbetrieben und Handel bleiben oft rar.
Engagement für regionale Lebensmittel in Hessen
In Hessen gibt es ähnliche Bestrebungen, die zeigen, wie wichtig regionale Lebensmittel sind. Ehrenamtliche Projekte, wie der Einsatz von Hochbeeten im Kindergarten oder gemeinsames Kochen, fördern das Ernährungsbewusstsein. Die Servicestelle für Ernährungsinitiativen in Hessen (SEI) unterstützt solche Vorhaben und wurde 2023 gegründet. Die Bedeutung regionaler Lebensmittel wird vom Landwirtschaftsminister Ingmar Jung unterstrichen, der auf die Frische, den Geschmack und die lokale Wertschöpfung hinweist. Projekte wie der Ernährungsrat Marburg und der Elisabethmarkt „Mittelhessen Geschmackvoll“ geben spannende Einblicke in nachhaltige Ernährung.
Man sieht, dass es überall Initiativen gibt, die unsere Ernährung bewusster und regionaler gestalten wollen. Das ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch ein Schritt in die richtige Richtung für unsere Umwelt und unsere Gesellschaft. Und so wird ganz klar: Projekte wie „Na(h) gut!“ sind nicht nur eine nette Idee, sie sind ein wichtiger Teil eines größeren Ganzen, das uns alle betrifft.
