Heute ist der 20.05.2026 und in Ebersberg gibt es Neuigkeiten, die aufhorchen lassen! Am 10. Juni wird Chefarzt Dr. Heiko Wendorff einen Vortrag über die Gesundheit der Halsschlagader halten. Das Thema ist so wichtig, denn die Halsschlagader, auch Carotis genannt, ist essentiell für die Blutversorgung unseres Gehirns. Verengungen in diesen Gefäßen können, wie wir wissen, fatale Folgen haben und sogar zu Schlaganfällen führen. Und das ist nicht nur ein theoretisches Risiko – es betrifft viele Menschen, besonders die über 65. Tatsächlich haben in Deutschland mehr als 1 Million Menschen eine Verengung von über 50% in ihrer Halsschlagader!

Dr. Wendorff wird in seinem Vortrag die vier Hauptfaktoren erläutern, die unsere Gefäße schädigen können. Dazu zählen Diabetes, erhöhter Blutdruck, hohe Cholesterinwerte und das Rauchen. Und das ist nicht nur trockene Theorie – die Auswirkungen sind konkret: Eine Carotisstenose kann die Flussgeschwindigkeit des Blutes erhöhen, was das Risiko eines Schlaganfalls weiter steigert. Ein Warnsignal, das man ernst nehmen sollte, ist „Amauris fugax“, ein kurzzeitiger Sehausfall auf einer Seite. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass es Zeit für eine Untersuchung der Halsschlagader ist.

Risikofaktoren und Symptome

Die Risikofaktoren sind vielfältig. Zu den typischen Symptomen einer verengten Halsschlagader gehören Schwindel, Taubheit und Sehstörungen. Gerade für ältere Menschen, die vielleicht bereits unter anderen Erkrankungen leiden, ist das eine gefährliche Kombination. Ab einem Alter von 65 Jahren steigt das Schlaganfallrisiko sprunghaft an, und bis zu 15% der Menschen in dieser Altersgruppe haben stark verengte Halsschlagadern. Umso wichtiger ist es, regelmäßig zu prüfen, ob man betroffen ist!

In Deutschland wird ein jährliches Ultraschall-Screening ab 65 Jahren empfohlen, besonders wenn Risikofaktoren vorhanden sind. Wie bei vielen gesundheitlichen Themen ist auch hier Prävention das A und O. Das Klinikum Ebersberg bietet im Rahmen des Präventionsprojekts INVADE kostenlose Untersuchungen für bestimmte Versicherte an. Bei einer gesicherten Diagnose wird dann entschieden, ob eine Operation nötig ist oder ob es ausreicht, die Situation mit Medikamenten und regelmäßigen Kontrollen zu beobachten.

Behandlungsoptionen und Operationen

Wenn es zur Behandlung kommt, gibt es verschiedene Optionen. Die häufigste Methode zur Behandlung einer Carotisstenose ist die Endarteriektomie, eine offene Operation, bei der die Arterie freigelegt und Verkalkungen entfernt werden. Eine andere Möglichkeit ist ein Kathetereingriff, bei dem ein Ballon verwendet wird, um die Arterie zu weiten. Dieser Eingriff wird meist bei Patienten unter 70 Jahren bevorzugt. Interessanterweise ist das Risiko eines Schlaganfalls während einer offenen Operation um 50% geringer als bei einem Kathetereingriff!

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Die Arteriosklerose, die Hauptursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kann nicht nur zu Schlaganfällen, sondern auch zu Herzinfarkten führen. Daher ist die Behandlung der Karotisstenose abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Grad der Verengung, den neurologischen Ausfällen und dem Alter des Patienten. Jüngere, gesündere Patienten profitieren im Allgemeinen mehr von operativen Eingriffen.

Die Rolle der Cholesterinsenkung

Ein besonderer Punkt, der in der Diskussion oft zur Sprache kommt, sind die Cholesterinwerte. Studien zeigen, dass eine Senkung des LDL-Cholesterins entscheidend sein kann, um das Risiko von Karotisstenosen zu verringern. Das Thema Cholesterinmanagement wird in verschiedenen Leitlinien behandelt, darunter die 2018 AHA/ACC Guidelines und die 2021 ESC Guidelines zur kardiovaskulären Krankheitsprävention. Auch pharmakologische Interventionen werden intensiv untersucht, um asymptomatische Karotisstenosen besser zu managen.

Wer also am 10. Juni um 18 Uhr im Speisesaal des Klinikums Ebersberg vorbeischaut, wird nicht nur interessante Einblicke in die Gesundheit der Halsschlagader erhalten, sondern auch wertvolle Informationen, die das eigene Leben und die Gesundheit betreffen könnten. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Vielleicht ist das der erste Schritt, um sich selbst und seine Gesundheit zu schützen – denn wer möchte schon, dass das Blut mit vier Metern pro Sekunde durch das Gehirn schießt?