In der idyllischen Region um Erding hat die Newcastle-Krankheit, eine gefürchtete Virusinfektion bei Geflügel, erneut für Aufregung gesorgt. Der Ausbruch wurde Mitte Mai in einem Geflügelhaltungsbetrieb in Oberding festgestellt. Bis zum 16. Mai war die Seuche, die vor allem Hühner und Puten betrifft, bereits in vollem Gange, sodass rund 500 Vögel gekeult werden mussten. Ein Albtraum für jeden Geflügelhalter! Trotz dieser drastischen Maßnahme gibt es jedoch positive Nachrichten: Die Schutzzone, die einen Radius von drei Kilometern um den betroffenen Betrieb umfasste, wurde inzwischen aufgehoben. Strenge Auflagen für die Geflügelhaltung galten dort, aber nun scheinen die Wogen sich zu glätten.

Das Veterinäramt hat in der Schutzzone alle Betriebe gründlich überprüft und Proben genommen. Glücklicherweise gab es keine Hinweise auf weitere Ausbrüche innerhalb der Überwachungszone, die sich über einen zehn Kilometer langen Radius erstreckt. Aktuell besteht kein Risiko für eine Seuchenverschleppung im Landkreis Erding, was für die Geflügelhalter ein kleiner Lichtblick ist. Dennoch bleibt die Überwachungszone bestehen, und es gilt weiterhin eine Stallpflicht für Geflügel, was einige Halter sicher etwas frustriert.

Hintergrund zur Newcastle-Krankheit

Die Newcastle-Krankheit, auch als atypische Geflügelpest bekannt, ist kein Scherz. Dieses Virus, das insbesondere bei Hühnern und Puten auftritt, ist gefährlich für die Tiere, jedoch nicht für Menschen. Das Friedrich-Loeffler-Institut beschreibt, dass die bisher aufgetretenen ND-Viren als Genotyp VII.1.1 charakterisiert wurden und vor allem in Osteuropa verbreitet sind. In Deutschland mussten im Februar dieses Jahres bereits mehrere Fälle in kommerziellen Geflügelhaltungen in Brandenburg und Bayern gemeldet werden. Die Situation ist also angespannt.

Eine Impfung ist für Geflügelhalter absolut notwendig, um ihre Bestände zu schützen. Die Impfungen sollten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden. Besonders Kleinstbestände sind nicht von dieser Pflicht ausgenommen, was auf den ersten Blick etwas übertrieben scheinen mag, aber Sicherheit geht vor. Biosicherheitsmaßnahmen sollten ebenfalls nicht vernachlässigt werden – hier muss jeder Halter darauf achten, wie Kontakte zwischen Personen und der Austausch von Geräten gestaltet werden.

Impfmaßnahmen und Empfehlungen

Die Impfung selbst kann auf verschiedene Arten erfolgen: Lebend-, Vektor- oder Totimpfstoffe stehen zur Verfügung. Lebendimpfstoffe werden über das Trinkwasser oder durch Sprühbehandlung verabreicht und müssen innerhalb von zwei Stunden nach Anmischung von den Tieren aufgenommen werden – da bleibt kein Raum für Fehler! Im Hobbybereich wird eine jährliche Auffrischung mit Totimpfstoffen empfohlen. Bei größeren Beständen sollte man sogar in enger Abstimmung mit einem Tierarzt häufigere Nachimpfungen in Betracht ziehen – schließlich sind die kleinen Tierchen in der Aufzuchtphase besonders gefährdet.

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Die aktuelle Seuchenlage erfordert besondere Aufmerksamkeit. Bei unsicheren Symptomen, wie plötzlichen Todesfällen oder Leistungseinbrüchen in geimpften Herden, sollte schnell gehandelt werden. Eine Laboruntersuchung könnte hier Klarheit schaffen. Die Situation ist ernst, aber mit den richtigen Maßnahmen kann das Risiko erheblich gesenkt werden. Und so bleibt die Hoffnung bestehen, dass die Geflügelhaltungen in der Region bald wieder zur Normalität zurückkehren können.

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