Heute ist der 20.04.2026. Im beschaulichen Freising sorgt das Camerloher-Gymnasium für positive Schlagzeilen. Mit Stolz verkündet Daniela Görlich-Kunert, Deutschlehrerin und Leiterin des Arbeitskreises Fairtrade, dass die Schule gleich zwei bedeutende Auszeichnungen erhalten hat: den Publikumspreis der Fairtrade-Awards und den Eine-Welt-Preis der Bayerischen Staatsregierung. Diese Auszeichnungen sind nicht nur ein Zeichen der Anerkennung, sondern auch ein echter Motivationsschub für die engagierten Schülerinnen und Schüler, die sich seit über 15 Jahren für den fairen Handel einsetzen.
Der Arbeitskreis Fairtrade, der vor 15 Jahren ins Leben gerufen wurde, hat sich durch zahlreiche kreative Aktionen einen Namen gemacht. Dazu zählen das Backen und Verkaufen von fairen Martinsgänsen, eine Ostereiersuche, ein Weihnachtsstand mit fairen Geschenken sowie ein wöchentlicher Pausenverkauf. Darüber hinaus engagieren sich die Schülerinnen in Vorträgen, Workshops und der Organisation von „Run-for-helps“-Events. Der Fairtrade-Gedanke ist nicht nur ein Teil des Schullebens, sondern auch ein zentraler Aspekt der Stadt Freising. So wurden beispielsweise eine Modenschau auf dem Marienplatz sowie eine „Plastik-frei-Aktion“ in Zusammenarbeit mit der Stadt organisiert.
Engagement für globale Gerechtigkeit
Der Arbeitskreis Fairtrade des Camerloher-Gymnasiums hat sich durch eine Vielzahl an Aktionen und Projekten hervorgetan. Bei der Preisverleihung des Bayerischen Eine-Welt-Preises, die am 14. März 2026 in Kempten stattfand, wurde die Gruppe für ihre hervorragende Arbeit gelobt. Staatsminister Eric Beißwenger überreichte den Preis, und die Schülerinnen nahmen aktiv mit einem Infostand an der Veranstaltung teil. Unter über 60 Bewerbungen war das Camerloher-Gymnasium unter den zehn Nominierten und konnte letztlich den ersten Platz erringen.
Martha Solty, eine 17-Jährige, ist seit der fünften Klasse Teil des Arbeitskreises und hat ihren Lebensstil entsprechend angepasst. Ihr Engagement ist ein Beispiel für die vielen jungen Menschen, die sich für Themen wie Kinderarbeit, Frauen-Empowerment und faire Löhne einsetzen. Die Laudatio bei der Eine-Welt-Preisverleihung hob das Engagement für globale Gerechtigkeit, Menschenrechte und nachhaltige Bildungsarbeit hervor.
Ein Aufruf zum Handeln
Angesichts der aktuellen Herausforderungen wie soziale Ungleichheit, Klimakrise und Umweltzerstörung ist das Engagement für den fairen Handel von großer Bedeutung. Der faire Handel bietet nachhaltige Lösungsansätze, die nicht nur den Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika zugutekommen, sondern auch zur globalen Klimagerechtigkeit beitragen. Fairtrade fordert eine faire Handelspolitik, die die Etablierung existenzsichernder Einkommen und Löhne sowie faire Einkaufspraktiken weltweit unterstützt.
Es ist wichtig, dass auch die Politik Rückhalt gibt, um nachhaltiges Handeln auf Gesetzesebene zu fördern. Daher sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich aktiv an Demonstrationen, Diskussionsveranstaltungen zu beteiligen und Petitionen für den fairen Handel zu unterzeichnen und zu verbreiten. Das Camerloher-Gymnasium zeigt, wie lokales Engagement einen positiven Einfluss auf globale Herausforderungen haben kann. Die Auszeichnungen sind nicht nur ein Grund zur Freude, sondern auch ein Ansporn für die Zukunft.
Für weitere Informationen zu den Aktivitäten des Camerloher-Gymnasiums und dem Engagement für fairen Handel, besuchen Sie bitte die Süddeutsche Zeitung und die Webseite des Camerloher-Gymnasiums.