Heute ist der 30.06.2026 und in Fürstenfeldbruck gibt es Neuigkeiten aus dem Stadtarchiv, die für Geschichtsinteressierte und Bürger der Region von Bedeutung sind. Matthias Lebegern hat die Verantwortung als neuer Stadtarchivar übernommen und bringt frischen Wind in die ehrwürdigen Hallen des Archivs. Sein Hauptziel? Die Digitalisierung vorantreiben und die Bestände besser erschließen. Schließlich lagern dort rund 720 laufende Meter an Akten, Amtsbüchern und Urkunden. Das ist eine Menge Material, das darauf wartet, entdeckt zu werden!

Wusstet ihr, dass nur 5-7 % der Verwaltungsakten nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist ins Archiv gelangen? Das ist ein ziemlich geringer Anteil. Das Archiv beherbergt Stadtratsprotokolle, wichtige Urkunden und sogar Materialien zu historischen Ereignissen, wie dem Olympiaattentat von 1972. Ein wenig tragisch ist jedoch, dass Verkehrsüberwachungsunterlagen vernichtet werden. Wenn man darüber nachdenkt, ist es schon schade, dass solche Dokumente nicht der Nachwelt erhalten bleiben.

Der neue Stadtarchivar

Matthias Lebegern hat viel Erfahrung in der Archivarbeit, nachdem er zuvor zehn Jahre im Archiv in Freising tätig war, zuletzt als stellvertretender Leiter. Mit seinem Studium der neueren Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München – mit einem besonderen Fokus auf bayerische Landesgeschichte – hat er sich bestens auf seine neue Rolle vorbereitet. Seine Bachelorarbeit über die Militärseelsorge im Ersten Weltkrieg und die Masterarbeit über Münchner Erzbischöfe in der Fotografie des 20. Jahrhunderts zeigen, dass er tief in der Materie steckt. Und ganz nebenbei engagiert er sich auch ehrenamtlich beim Roten Kreuz seit seinem 18. Lebensjahr. Ein Mann mit vielen Talenten!

Im Stadtarchiv wird Lebegern zusammen mit zwei Honorarkräften daran arbeiten, die städtischen Verwaltungen zu digitalisieren. Dabei wird die Einführung von E-Akten in den Rathäusern eine große Aufgabe darstellen. Ein digitaler Zugang und eine sorgfältige Archivierung sind dafür unerlässlich. Das geplante Konzept eines „digitalen Lesesaals“ wird es den Bürgern ermöglichen, von Zuhause aus zu recherchieren. Das klingt doch vielversprechend! Das Ziel ist ein „zielgenauerer Zugriff“ auf die Akten durch eine Umstrukturierung der Bestände.

Die Struktur der Aktenbestände

Die bestehenden Aktenbestände sind nach dem bayerischen Einheitsaktenplan gegliedert, was eine klare Ordnung schafft. Doch das ist nicht alles. Es sollen vier neue Bereiche entstehen, die verschiedene Epochen abdecken: vor 1806, das Königreich Bayern von 1806 bis 1918, die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus von 1918 bis 1945 sowie die Zeit nach 1945 bis zur Gegenwart. Ein konkretes Beispiel ist die Akte des Stadtwappens. Hier werden Dokumente aus unterschiedlichen Zeiträumen in separate Akten aufgeteilt. So lässt sich die Geschichte viel besser recherchieren – eine spannende Entwicklung für alle Geschichtsbegeisterten!

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Die Digitalisierung und die damit verbundene Erschließung der Bestände sind nicht nur für die Wissenschaft von Bedeutung, sondern auch für die Bürger von Fürstenfeldbruck. So wird Geschichte lebendig, und das Wissen über die eigene Heimat kann besser vermittelt werden. Es ist schon faszinierend, wie viel Arbeit in der Erhaltung und Präsentation unseres kulturellen Erbes steckt. Bleibt zu hoffen, dass die neuen Maßnahmen von Lebegern fruchten und die Schätze des Archivs bald für alle zugänglich gemacht werden.

Für weitere Informationen zu diesem Thema und um mehr über die Entwicklungen im Stadtarchiv zu erfahren, schaut doch mal auf die Webseite der Süddeutschen Zeitung.

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