Heute ist der 8.06.2026 und wir werfen einen Blick über die Grenze nach Deutschland, wo der BLLV-Kreisverband Lichtenfels seine 34. Pfingstfahrt in die Hohe Tatra unternommen hat. Eine Gruppe von 43 Teilnehmern hat sich auf gemacht, um die Schönheit dieser beeindruckenden Region zu erkunden. Die Reise begann mit einem Stopp in der mährischen Hauptstadt Brünn, die mit ihrem historischen Kern rund um den Krautmarkt begeistert. Die Teilnehmer dürften sich an den charmanten Gassen und der reichen Geschichte dieser Stadt erfreut haben.
Am zweiten Tag stand ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: die Besichtigung des Mahnmals der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz. Hier, am 2. Dezember 1805, erlebte Napoleon einen seiner größten Triumphe, als er die Truppen des österreichischen Kaisers Franz II. und des russischen Zaren Alexander I. besiegte. Dass diese historische Stätte nun Teil der Reise war, verlieh den Erlebnissen der Teilnehmer einen besonders eindrucksvollen Kontext. Es ist bemerkenswert, dass die Schlacht mit über 35.000 Alliierten gegen 8.000 französische Infanteristen stattfand – eine wahre Machtdemonstration der Militärstrategie Napoleons, die sicherlich für einige Diskussionen sorgte.
Auf Entdeckungstour in der Slowakei
Nach dem Besuch des Mahnmals reisten die Teilnehmer weiter zum Schloss in Trenčín, das sich zur Weltkulturhauptstadt 2026 mausern wird. Ein entspannter Spaziergang über den Marktplatz mit Blick auf die imposante Burg war sicher ein willkommener Ausklang des Tages. Die Fahrt durch die Bergwelt der Kleinen und Großen Tatra nach Poprad bot zudem beeindruckende Ausblicke, die so manch einen den Atem raubten. Diese Region ist bekannt für ihre unberührte Natur und die Möglichkeit, stundenlang zu wandern.
Ein weiteres Highlight der Reise war die romantische Floßfahrt auf dem Grenzfluss Dunajec, während der die Teilnehmer die Aussicht auf das Rote Kloster und die majestätischen Kalkfelsen genießen konnten. Diese Art von Erlebnissen bringt Menschen zusammen – das geschäftige Plätschern des Wassers, das Lachen der Teilnehmer und der Duft von frischem Holz. In Haligovce wurde das Mittagessen in einer Koliba (Sennhütte) eingenommen, bei dem die Teilnehmer nicht nur die regionale Küche genießen, sondern auch bei Wettsägen und Ziegenbockmelken aktiv werden konnten.
Die Schönheiten der Slowakei
Ein Besuch in Zdiar, dem 500 Jahre alten Hauptort der Goralen, und der höchste Punkt der Reise, Strbske Pleso auf 1335 Metern Höhe, ließen die Herzen der Reisenden höher schlagen. Dort konnte man die frische Bergluft und den atemberaubenden Blick auf den Tschirmer See genießen. Der Käsmarkt in Kezmarok, einst Hauptort der „Zipser Sachsen“, mit seinem mittelalterlichen Stadtplatz, dem Rathaus und der Artikularkirche aus Holz, war ebenfalls ein kulturelles Highlight. Die weiteren Stationen der Reise – Leutschau, das Slowakische Paradies und die Zipser Burg – fügen sich harmonisch in das Gesamtbild dieser eindrucksvollen Reise ein.
Die Rückreise führte durch die Niedere Tatra nach Neusohl und Bratislava, der slowakischen Hauptstadt. Hier erkundeten die Teilnehmer die Burg und die restaurierte Altstadt, die mit dem gotischen St. Martinsdom aufwartet, wo ungarische Könige gekrönt wurden. Diese Erlebnisse vermischen sich mit der Geschichte, die auf jedem Schritt spürbar ist, und machen die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die Slowakei, die zunehmend als Ziel für Natur- und Wanderliebhaber entdeckt wird, bietet eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten. Die Reisezeit um den September ist ideal, um die Schönheit der Natur zu genießen, während im Sommer Hochsaison herrscht. Die Anreise von Deutschland aus ist bequem mit dem Zug möglich, wobei die Fahrt von Städten wie München oder Berlin nach Bratislava nur wenige Stunden in Anspruch nimmt.
Diese Reise ist nicht nur eine Erkundung von Landschaften und historischen Stätten, sondern auch eine Gelegenheit, die Seele baumeln zu lassen und die kulturellen Schätze der Region zu entdecken. Die Vielfalt an Aktivitäten und die herzliche Gastfreundschaft der Slowaken machen den Aufenthalt einzigartig. Man kann nur hoffen, dass die Teilnehmer auch in Zukunft wieder solche Abenteuer erleben werden!
