Heute ist der 13.05.2026 und in Lindau am Bodensee fand am 20. April das jährliche Sicherheitsgespräch statt. An diesem wichtigen Treffen nahmen die Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons und Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner teil, zusammen mit Vertretern der Polizeiinspektionen Lindau, der Grenzpolizei und der Kriminalpolizei. Die Diskussionen drehten sich um die aktuelle Sicherheitslage und die Entwicklungen der polizeilichen Kriminalstatistik.

Ein zentrales Thema war der Anstieg der Gesamtzahl der erfassten Straftaten. Diese ist um 4,8 % auf 1.825 Fälle gestiegen. Besonders interessant ist die Entwicklung im Bereich der Rauschgiftkriminalität, die erfreulicherweise gesunken ist – und das vor allem durch den Wegfall von Cannabis-Verstößen seit dem 1. April 2024. Dennoch gibt es auch alarmierende Zahlen: Die Zahl der festgestellten Fahrzeugführer unter Betäubungsmittel-Einfluss ist um 83 % gestiegen. Das hinterlässt bei vielen ein mulmiges Gefühl.

Die Verkehrssituation in Lindau

Die Verkehrsunfälle im Stadtgebiet zeigen eine gemischte Bilanz. Während die Gesamtzahl der Unfälle von 913 im Jahr 2024 auf 874 im Jahr 2025 gesenkt werden konnte, ist die Zahl der Schwerverletzten von 17 auf 31 Personen stark angestiegen. Das ist schon ein bisschen beunruhigend, vor allem wenn man bedenkt, dass die Zahl der verletzten Pedelec-Fahrer um 11,32 % auf 47 gesenkt werden konnte. Ein Lichtblick inmitten der eher trüben Zahlen.

Ein weiteres Thema war der Callcenterbetrug. Hier gab es positive Nachrichten: Der Beuteschaden sank von über 160.000 Euro im Jahr 2024 auf rund 10.000 Euro im Jahr 2025, und die erfolgreichen Betrugsfälle haben sich halbiert. Das zeigt, dass die Aufklärungsarbeit Früchte trägt, auch wenn die Aufklärungsquote leicht gesunken ist – sie liegt immer noch bei 71,7 % und über dem bayernweiten Durchschnitt von 66 %.

Vergleich mit Passau

Ein Blick nach Passau zeigt interessante Vergleichswerte. Im Sicherheitsgespräch dort stellte Polizeivizepräsident Werner Sika die Kriminalstatistik für 2024 vor. Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten lag bei 3.980, leicht gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufklärungsquote in Passau war mit 71,2 % auch über dem bayernweiten Durchschnitt. Gewaltkriminalität hat zugenommen, während Diebstahlsdelikte um 11,2 % zurückgingen. Verkehrsunfälle in Passau sanken um 6,1 % auf 1.939 – eine weitere positive Entwicklung, die auch in Lindau wünschenswert wäre.

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Die Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons betonte während des Sicherheitsgesprächs die hohe Relevanz der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei. Es wird klar, dass solche Gespräche nicht nur formale Angelegenheiten sind, sondern eine echte Chance bieten, die Sicherheit der Bürger zu verbessern – das ist für alle Beteiligten von großer Bedeutung.

Für die Zukunft wird die Fortführung der engen Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden und Justiz in beiden Städten von großer Bedeutung sein. Die Herausforderungen sind vielfältig, doch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist ungebrochen. Man darf gespannt sein, wie sich die Sicherheitslage in den kommenden Monaten entwickeln wird.