Entscheidung über den Bau eines neuen Hallenbads in Mühldorf am Inn
Heute ist der 18.06.2026 und die Stadt Mühldorf am Inn steht vor einer wichtigen Entscheidung: Der Bau eines neuen Hallenbads. Bürgermeisterin Claudia Hungerhuber hatte zur Sondersitzung eingeladen, um über den Standort und die Kosten des Projekts zu diskutieren. Ein alternatives Grundstück an der Mittelschule wurde ins Spiel gebracht, um die Bauzeit und die finanziellen Aufwendungen zu reduzieren. Die Schätzungen zeigen, dass der Freibadstandort etwa 42 Millionen Euro kosten würde, während der Standort an der Mittelschule mit rund 35 Millionen Euro veranschlagt ist.
Die Debatte darüber war alles andere als langweilig. Während einige Stadträte Bedenken hinsichtlich des Mittelschulstandorts äußerten, betonte Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner die Vorteile, die dieser Standort mit sich bringt. Oliver Multusch von der AfD war skeptisch und äußerte Zweifel an der Eignung des Grundstücks für das geplante Bad und die benötigten Parkplätze. Doch der Fachplaner Thomas Beck stellte klar, dass der Mittelschulstandort durchaus Platz für das Hallenbad bieten kann. Dies führte zu einer lebhaften Diskussion unter den Stadträten.
Stimmen aus dem Stadtrat
Die Meinungen im Stadtrat könnten kaum unterschiedlicher sein. Ulrich Niederschweiberer (CSU) und Adolf Spirkl (Unabhängige Mühldorfer) sprachen sich entschieden für den Freibadstandort aus. Auf der anderen Seite plädierte Dr. Matthias Kraft von den Grünen dafür, alternative Größenordnungen zu prüfen, um mehr Flexibilität zu schaffen. Inmitten dieser unterschiedlichen Ansichten forderte Karin Zieglgänsberger (UM) eine zeitnahe Entscheidung, um das Hallenbad für die Stadt zu sichern.
Dr. Edwin Hungerhuber von der SPD hob die Wichtigkeit eines neuen Hallenbads hervor, warnte jedoch vor den hohen Kosten, die damit einhergehen könnten. Auch Irene Umschlag (SPD) wünschte sich eine klare Gegenüberstellung der Kostendeckung für beide Standorte. Am Ende der dreieinhalbstündigen Sitzung wurde ein einstimmiger Beschluss gefasst: Der Stadtrat nahm den aktuellen Projektstand zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung, über den Fortschritt zu informieren. Das Ziel? Ein neues Hallenbad für Mühldorf, was für die Bürger von großer Bedeutung ist.
Ein Blick über den Tellerrand
Die Diskussion in Mühldorf ist nicht isoliert; sie spiegelt einen größeren Trend wider. Laut dem KfW-Kommunalpanel haben über 90 % der teilnehmenden Kommunen Sporthallen und Sportplätze, aber nur rund 50 % verfügen über Schwimmbäder. Die Unterhaltskosten für viele Sportstätten können oft nicht gedeckt werden, was zu erheblichen Investitionsrückständen führt. Besonders bei Schwimmbädern gibt es häufig Einschränkungen im Angebot. Ohne dringend benötigte Sanierungsmaßnahmen sind Schließungen in den kommenden Jahren nicht auszuschließen. Über 76 % der Kommunen befürworten eine Verbesserung der Grundfinanzierung, um diesen Rückständen entgegenzuwirken.
Die Bedeutung eines Hallenbads für die kommunale Infrastruktur und die Erholung der Bürger kann also nicht genug betont werden. Die Mühldorfer Bürger warten gespannt auf die nächsten Schritte in diesem wichtigen Projekt, das weitreichende Auswirkungen auf ihre Freizeitmöglichkeiten und die Lebensqualität in der Region haben könnte. Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die richtige Entscheidung treffen, um Mühldorf am Inn weiterhin attraktiv zu gestalten!
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