Zusätzlicher Sammeltermin für schadstoffhaltige Abfälle im Landkreis Mühldorf am Inn
Im Landkreis Mühldorf am Inn gibt es Neuigkeiten für alle, die schadstoffhaltige Abfälle loswerden möchten. Am Freitag, den 17. Juli, wird ein zusätzlicher Sammeltermin angeboten. Von 15 bis 19 Uhr können die Bürger ihre problematischen Abfälle am Wertstoffhof Mühldorf am Inn, Marie-Curie-Straße 1, abgeben. Besonders praktisch ist, dass hier haushaltsübliche Mengen (etwa 30 Liter) angenommen werden. Was genau dazu zählt? Lacke, Holzschutz- und Abbeizmittel, verschiedene Reinigungsmittel, sowie Quecksilberhaltige Abfälle wie Thermometer und sogar Feuerlöscher bis 20 kg. Wer solche Dinge im Keller stehen hat, sollte sich den Termin nicht entgehen lassen!
Es gibt allerdings auch einige Abfälle, die nicht angenommen werden. Altöle, Autobatterien und Druckgasflaschen müssen an den Verkaufsstellen oder beim Händler zurückgegeben werden. Zudem sollten Dispersions- und Wandfarben in die schwarze Restmülltonne, nachdem sie eingetrocknet oder mit Sägemehl gebunden wurden. Medikamente, mit Ausnahme von Zytostatika und Spraydosen, gehören ebenfalls nicht zum Problemmüllmobil, das in regelmäßigen Abständen am Recyclinghof bereitgestellt wird. Für Gewerbetreibende gilt, dass Kleinanlieferungen vorab angemeldet werden müssen und gebührenpflichtig sind. Bei Fragen kann man sich an die Abfallwirtschaft des Landkreises Mühldorf a. Inn wenden unter Tel. 08631/699744 oder per E-Mail: abfallwirtschaft@lra-mue.de. Weitere Infos sind auch in einer Broschüre zu finden, die online auf www.lra-mue.de/abfallwirtschaft bereitsteht.
Das Schadstoffmobil – Flexibel und Praktisch
Für problematische Abfälle, die nicht regelmäßig am Wertstoffhof angenommen werden, steht ein Schadstoffmobil bereit. Dieses mobile Entsorgungsangebot ist eine echte Erleichterung für alle, die Säuren, abgelaufene Medikamente oder Farben loswerden möchten. Das Schadstoffmobil ist speziell ausgestattet, um solche Abfälle sicher aufzunehmen. Hier werden auch Quecksilberthermometer, Pestizide und Insektizide fachgerecht entsorgt. Es ist wichtig, dass solche Abfälle nicht einfach im Restmüll landen. Am Schadstoffmobil können die Abfälle rückstandslos beseitigt werden – und das ganz ohne großen Aufwand!
Allerdings, und das ist ein kleiner Wermutstropfen, nicht alles kann dort abgegeben werden. Kühlschränke, Fernsehgeräte und Photovoltaikmodule gehören nicht dazu. Aber keine Sorge, die Entsorgung von Elektrogeräten ist in der Regel auch anderswo gut geregelt. Es ist einfach wichtig, dass wir unsere Abfälle richtig trennen und entsorgen, denn das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für uns selbst.
Kreislaufwirtschaft im Fokus
Die Abfallwirtschaft hat sich seit 1972 stark gewandelt. Ein Paradigmenwechsel hin zur Kreislaufwirtschaft ist im Gange. Dabei steht die Schonung natürlicher Ressourcen im Mittelpunkt. Die fünfstufige Abfallhierarchie – von der Vermeidung über Wiederverwendung und Recycling bis hin zur Beseitigung – zeigt, wie wichtig es ist, Abfälle von Anfang an getrennt zu sammeln. Besonders seit 2015 ist die getrennte Sammlung von Altpapier, Altglas, Kunststoffabfällen und Bioabfällen in Deutschland verpflichtend. Das hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Umwelt, sondern auch auf unsere Lebensqualität.
Die Abfallwirtschaft in Deutschland ist technologisch hoch entwickelt. Es werden nicht nur hochwertige Entsorgungsverfahren gefördert, sondern auch Wissen und Technologien ausgetauscht. Das Umweltbundesamt spielt dabei eine zentrale Rolle und unterstützt die Weiterentwicklung von umweltfreundlichen Entsorgungsmethoden. Man kann sagen, dass unsere Verantwortung für die Abfälle, die wir produzieren, immer größer wird – und das ist auch gut so. Schließlich leben wir nur einmal und sollten unserem Planeten die bestmögliche Pflege zukommen lassen.
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