Heute ist der 15.06.2026 und wir haben Neuigkeiten aus dem benachbarten Deutschland, die uns alle betreffen könnten. Die GROB-WERKE GmbH & Co. KG, der größte Arbeitgeber im Unterallgäu und ein bedeutender Akteur in der Maschinenbaubranche, steht vor einer herausfordernden Zeit. Die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Unternehmens, die für Juli geplant waren, wurden aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage auf unbestimmte Zeit verschoben. Das ist schon ein starkes Stück, wenn man bedenkt, dass 1926 in München alles begann und seit 1952 der Sitz in Mindelheim ist. Jetzt, wo das Jubiläum näher rückt, sieht die Realität ganz anders aus.

Die Situation ist angespannt. GROB hat in diesem Jahr einen Stellenabbau angekündigt und fährt Kurzarbeit. Dies geschieht nicht aus einer Laune heraus, sondern weil das Unternehmen mit gravierenden Problemen zu kämpfen hat. Verschiebungen und Stornierungen von Kundenprojekten im Wert von über 1,5 Milliarden Euro machen den Verantwortlichen zu schaffen. Aufsichtsratsvorsitzender Christian Grob und Geschäftsführer German Wankmiller haben sich zu den Schwierigkeiten geäußert und die Marktsituation als turbulent beschrieben. Es fühlt sich an, als würde man durch einen dichten Nebel fahren – ohne Aussicht auf Besserung.

Wirtschaftliche Herausforderungen

Die Maschinenbaubranche leidet aktuell unter Kostendruck und sinkenden Auftragszahlen. GROB-WERKE ist hier keine Ausnahme. Der Standort Mindelheim ist am stärksten von den Auslastungsproblemen betroffen, und die Gründe sind vielfältig. Ein Rückgang in der Elektromobilität, der Wegfall des asiatischen Marktes und die US-Zölle tragen zur Unsicherheit bei. Im letzten Geschäftsjahr konnte man trotz allem schwarze Zahlen schreiben, doch die Aussichten für die kommenden Jahre sind alles andere als rosig. Die Umsatzprognosen für 2024/2025 liegen zwar bei über 2 Milliarden Euro, doch viele Projekte wurden verschoben oder gar storniert.

Um die Herausforderungen zu meistern, plant GROB, die Zahl der Auszubildenden von 100 auf 60 zu reduzieren. Das klingt hart, ist aber Teil eines größeren Plans zur Kostensenkung. Über 1500 Fremdarbeiter sollen schrittweise abgebaut werden, und rund 400 Stellen sollen reduziert werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht geplant, aber es gibt ein Freiwilligenprogramm mit einem Bonus für Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen möchten. Das ist ein sensibles Thema, das viele Mitarbeiter beschäftigt.

Ein Blick in die Zukunft

Optimistisch sind Wankmiller und Grob dennoch. Sie glauben an die Zukunft des Unternehmens, auch wenn die gegenwärtige Lage herausfordernd ist. Diversifizierung und neue Standorte sollen helfen, das Unternehmen auf Kurs zu halten. Ein Werk in Indien hat sich beispielsweise von 120 auf 240 Mitarbeiter entwickelt. Zudem gibt es Pläne, in neue Bereiche wie die Rüstungsindustrie und Aerospace zu expandieren. Und wer hätte gedacht, dass man sogar an einer Maschine zur Produktion von Antrieben für humanoide Roboter arbeitet? Das klingt nach Science-Fiction!

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Die GROB-WERKE GmbH & Co. KG bleibt also im Fluss, auch wenn das Wasser derzeit nicht ganz ruhig ist. Das Jubiläum wird zwar auf Eis gelegt, aber die Hoffnung auf eine positive Wende ist da. Wenn man die Herausforderungen als Chance sieht, vielleicht kann das Unternehmen aus dieser Krise sogar gestärkt hervorgehen. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Geschichte von GROB weiterentwickelt.

Für mehr Informationen zu dieser Thematik können Sie den Artikel auf Merkur nachlesen oder die neuesten Entwicklungen auf Augsburger Allgemeine verfolgen.

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