In Marzahn-Hellersdorf gibt es spannende Neuigkeiten: Die Wohnungsgenossenschaft Marzahner Tor hat ein großes Bauprojekt angekündigt. An der Lea-Grundig-Straße 12 bis 18 wird ein Hochhaus mit 96 Wohnungen entstehen. Das hat man im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen vorgestellt, und die Pläne wurden mit viel Interesse aufgenommen. Geplant ist ein 18-geschossiges Punkthochhaus, das auf einer bereits versiegelten Parkplatzfläche errichtet wird. Die Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen, und die ersten Bewohnerinnen und Bewohner könnten bis 2029 einziehen. Das klingt doch vielversprechend, oder?

Von den 96 neuen Wohnungen werden 49 mit öffentlicher Förderung gebaut. Das Angebot reicht von Zwei- bis fünf Zimmer-Wohnungen, sodass Singles, Paare und Familien hier ein Zuhause finden können. Besonders interessant ist, dass im Obergeschoss zwei betreute Seniorenwohngemeinschaften vorgesehen sind. Das Erdgeschoss wird zudem fünf Gewerbeeinheiten beherbergen, darunter ein Café, ein Veranstaltungsraum und eine Physiotherapiepraxis. Das soll nicht nur den Wohnkomfort steigern, sondern auch die Gemeinschaft fördern.

Nachhaltigkeit und moderne Technik im Fokus

Das Hochhaus wird eine Höhe von rund 54 Metern erreichen und soll sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Das Fassadenkonzept sieht eine Backsteinoptik im Sockelbereich vor, kombiniert mit farbigen Akzenten. Technisch wird das Gebäude auf dem neuesten Stand sein: Es ist als KfW-55-Gebäude geplant und wird mit Fernwärme, Photovoltaik und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ausgestattet. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch zukunftssicher. Die Bauweise orientiert sich am Schwammstadt-Prinzip, um Regenwasser vor Ort zu speichern und somit zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur beizutragen.

Für alle, die sich für nachhaltiges Wohnen interessieren, könnte das Beispiel von Julius und Emilie Schröder inspirierend sein. Das frisch verheiratete Paar sucht eine Eigentumswohnung und legt großen Wert auf Nachhaltigkeit. Sie haben sich für ein kleines Mehrfamilienhaus entschieden, das die Effizienzhaus-Stufe 40 und das Qualitäts­siegel Nachhaltiges Gebäude Plus (QNG-PLUS) aufweist. Bei der Besichtigung wurden sie auf die KfW-Förderung „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ hingewiesen. Das zeigt, wie wichtig nachhaltige Standards sind, auch wenn sie zusätzliche Kosten verursachen können.

Förderung für klimagerechte Stadtentwicklung

Das Thema Nachhaltigkeit ist nicht nur für private Bauprojekte von Bedeutung. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat das Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ wieder aufgenommen. Ziel ist es, Kommunen beim klimagerechten Umbau von Stadtquartieren zu unterstützen, um die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Hierbei werden Konzepte zur energetischen Sanierung und Dekarbonisierung gefördert. Für 2025 und 2026 stehen jeweils 75 Millionen Euro zur Verfügung, was für viele Städte und Gemeinden eine große Chance darstellt.

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Die Pläne für das Hochhaus in Marzahn-Hellersdorf sind also nur ein Teil einer größeren Bewegung hin zu nachhaltiger Stadtentwicklung. Die Kombination aus modernen Wohnkonzepten, einer umweltfreundlichen Bauweise und der Einbindung von Gewerbeeinheiten könnte das Lebensgefühl vor Ort erheblich verbessern. Baustellenverkehr wird übrigens ausschließlich über die Lea-Grundig-Straße geleitet, um die angrenzenden Wohnstraßen zu entlasten. Das zeigt, dass man hier auch an die Bedürfnisse der Anwohner gedacht hat.

Ein Anwohnergrillen ist für Ende Juni geplant, um die Planungen vorzustellen und die Nachbarschaft einzubeziehen. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich das Bauprojekt entwickeln wird und welche neuen Bewohner bald die neuen Wohnungen beziehen werden.