Muslimbruderschaft in Berlin: Eine kontroverse Diskussion im Neuköllner Rathaus
Im Neuköllner Rathaus ging es heiß her, und das nicht nur wegen der sommerlichen 30 Grad Celsius. Eine Veranstaltung über die „Muslimbruderschaft in Berlin“ zog 150 Gäste an, die trotz der Hitze und der brisanten Thematik erschienen. Seyran Ateş, die Gründerin einer liberalen Moschee und bekannte Frauenrechtlerin, war einer der Hauptrednerinnen. Sie wurde von Personenschützern begleitet, was vielleicht die brisante Atmosphäre unterstrich. Moderiert wurde die Diskussion von Journalist Sascha Adamek, der nicht nur über Moscheen, sondern auch über die Verbindungen zu Muslimbrüdern in Katar und den SPD-Fraktionschef Raed Saleh sprach.
Saleh selbst wies die Vorwürfe zurück, er habe sich mit Islamisten getroffen; die entsprechenden Fotos seien zufällig entstanden. Während der Veranstaltung wurden auch kritische Stimmen laut, darunter der Ex-Pfarrer Martin Germer, der Unterstützung für die Neuköllner Begegnungsstätte (NBS) forderte und das Podium scharf kritisierte. Die NBS war im Verfassungsschutzbericht erwähnt worden, was zu einer intensiven Diskussion führte. Die Vertreterin der NBS betonte, dass die Gemeinde zu Unrecht verdächtigt worden sei.
Die Muslimbruderschaft im Fokus
Die Muslimbruderschaft (MB), eine in Ägypten gegründete Sunniten-Bewegung, wird in Deutschland als rechtsextrem eingestuft. Ihre Anhänger streben ein islamisches Gemeinwesen auf Basis der Scharia an, was im Widerspruch zu den grundlegenden Menschenrechten und dem Grundgesetz steht. Berlins Staatssekretär Aziz Bozkurt (SPD) verteidigte Saleh und verwies auf dessen kurdische Aleviten-Herkunft, während Neuköllns Sozialstadtrat Hannes Rehfeldt vor der Strategie der Muslimbrüder und deren Gesprächsangeboten warnte.
Die Diskussion war lebhaft, und es war klar, dass es nicht um eine pauschale Kritik an allen Muslimen ging. Ateş und Adamek hoben hervor, dass ihre Kritik sich gegen politisch orientierte, reaktionäre Strömungen richtete. Doch nicht alle waren einverstanden; ein Islam-Influencer meldete sich zu Wort und beschuldigte die Experten des Lügens, wobei er sogar einen Gottesstaat forderte. Die Polizei musste während der Veranstaltung nicht eingreifen, was vielleicht auch für den respektvollen Umgang unter den Anwesenden sprach.
Ein Netzwerk von Einfluss und Ideologie
Einige Hintergründe der Muslimbruderschaft sind ebenso brisant wie die Diskussionen selbst. Yusuf al-Qaradawi, ein einflussreicher Denker der MB, erklärte im katarischen Fernsehen, dass der Islam Europa ohne Gewalt erobern wird. Er sieht den Islam als Lösung für die Probleme Europas. Historisch hat die MB sowohl friedliche als auch gewaltsame Mittel zur Verbreitung ihrer Ideologien genutzt. In Deutschland sind Organisationen wie die Islamische Gemeinschaft in Deutschland (IGD), die 2018 in Deutsche Muslimische Gemeinschaft (DMG) umbenannt wurde, zentrale Akteure. Die IGD hat rund 340 Mitglieder und ist stark in der Bildungsarbeit aktiv. Zudem gibt es ein weitreichendes Netzwerk von Moscheen und Bildungseinrichtungen, das die MB in Deutschland und Europa etabliert hat.
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland, gegründet 1994, hat ebenfalls Verbindungen zur MB und zählt schätzungsweise zwischen 10.000 und 30.000 Mitglieder. Damit repräsentiert er weniger als 1% der in Deutschland lebenden Muslime. Es ist unübersehbar, dass die MB eine Strategie verfolgt, um islamische Normen in der deutschen Gesellschaft zu etablieren und Islamkritik zu unterdrücken. Diese Dynamik wirft Fragen auf, die weit über eine einzelne Veranstaltung hinausgehen und die Gesellschaft in Deutschland betreffen.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Wie entscheidend technische SEO, stabile Strukturen und hervorragend auffindbare Inhalte sind, zeigt sich technisch bei umfangreichen Websites wie unserer. Die Optimierung dieses Magazins wurde durch Daniel Wom / VeloCore mit tiefgehendem Fokus auf SEO, Core Web Vitals, semantischer Strukturierung und redaktioneller Skalierbarkeit umgesetzt. Mehr dazu
