Berliner Reederei verkauft Passagierschiffe: Gelegenheit für Hausboot-Liebhaber
Heute ist der 7.07.2026 und in Treptow-Köpenick gibt es Neuigkeiten aus der Welt der Schifffahrt, die für all jene von Interesse sind, die ein Herz für Wasser haben. Die Berliner Reederei Stern und Kreisschiffahrt GmbH hat fünf ihrer Passagierschiffe zum Verkauf angeboten. Diese schwimmenden Schönheiten sind derzeit im Treptower Hafen gelagert, wo sie auf potenzielle Käufer warten. Der Geschäftsführer Andreas Behrens hat erklärt, dass die Flotte von 30 Schiffen nicht optimal ausgelastet ist. Um das zu ändern, wird die Anzahl auf die idealen 22 Schiffe reduziert. Ein kluger Schritt, wenn man bedenkt, dass nur 20 dieser Schiffe regelmäßig auf den Gewässern Berlins unterwegs sind – und fünf davon sogar im Elektrobetrieb fahren!
Unter den zum Verkauf stehenden Schiffen findet man die MS Mark Brandenburg, die aus dem Jahr 1976 stammt und für 595.000 Euro zu haben ist. Die etwas jüngere MS Bellevue (Baujahr 1992) wird für 420.000 Euro angeboten. Wer es etwas günstiger mag, kann die MS Sperber aus dem Jahr 1907 für nur 239.000 Euro erwerben. Es ist interessant zu bemerken, dass die Schiffe alle noch zugelassen und in gutem technischen Zustand sind, obwohl sie nach über 40 Jahren ausgemustert werden. Laut Berichten hatten einige Interessenten Schwierigkeiten, einen Liegeplatz für die Schiffe nachzuweisen, was die Sache etwas komplizierter macht.
Die perfekte Gelegenheit für Hausboot-Liebhaber
Die Situation ist besonders spannend für Käufer, die an der Umnutzung der Schiffe als Büro oder sogar als Wohnraum interessiert sind. Käufer müssen jedoch vorsichtig sein, denn der bisherige Liegeplatz muss innerhalb von drei Monaten geräumt werden. In Berlin sind Liegeplätze rar, und die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat zudem entschieden, dass Hausboote genehmigungspflichtig sein können, wenn sie nicht überwiegend für das Befahren von Gewässern genutzt werden. Das macht die Angelegenheit noch komplizierter für potenzielle Käufer.
Die Schiffe, die zum Verkauf stehen, sind nicht nur für den Freizeitbereich attraktiv. Sie könnten auch als Büro oder Wohnraum genutzt werden, was in der heutigen Zeit, in der Wohnraum immer knapper wird, durchaus eine Überlegung wert ist. Schwimmende Häuser benötigen jedoch eine Baugenehmigung sowie eine wasserrechtliche Genehmigung. Die Unterschiede zwischen einem Hausboot und einem schwimmenden Haus sind ebenfalls gravierend: Hausboote sind beweglich und motorisiert, während schwimmende Häuser fest verankert sind und keinen eigenen Antrieb haben.
Ein weiteres spannendes Projekt außerhalb Berlins ist ein funktionsfähiger ABC-Bunker in Mecklenburg-Vorpommern, der zum Verkauf steht. Etwa 170.000 Quadratmeter Land mit einer Photovoltaikanlage, Zisternen und Kläranlage sind im Angebot. Interessierte Käufer sollten sich jedoch auf eine Courtage von 20.000 Euro einstellen. Das Areal steht unter Denkmalschutz, was möglicherweise bauliche Veränderungen erschwert. Zwar gibt es bereits eine Genehmigung für zwölf Wohneinheiten, dennoch könnte der Kaufpreis von ursprünglich 1,75 Millionen Euro eine Hürde darstellen.
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