Heute ist der 9.05.2026, ein Tag, der für viele in Treptow-Köpenick mit einer gewissen Sorge verbunden ist. Die geplanten Kürzungen im Jugend- und Sozialbereich des Bezirks stehen in der Kritik. Eine Petition, die sich an das Bezirksamt richtet, fordert die Streichung dieser Einsparungen. Besonders alarmierend ist die drohende Schließung einer Jugendeinrichtung in Friedrichshagen, die erst im Jahr 2025 eröffnet wurde. Diese Einrichtung soll bereits Anfang 2026 wieder schließen, was viele Fragen aufwirft. Was bedeutet das für die Jugendlichen und ihre Familien? Was passiert mit den Bezugspersonen, die für viele eine wichtige Stütze darstellen?

Die Sorgen sind groß. Kürzungen bei den Freien Trägern könnten zu einem massiven Rückgang der Jugendarbeit im Bezirk führen. Das befürchtet auch der Quartiersrat Kosmosviertel, der die Bevölkerung um Unterstützung durch Unterschriften bittet. Es geht nicht nur um finanzielle Einsparungen, sondern auch um die Zukunft junger Menschen. Die Petition hat das Ziel, eine Neubewertung der Sparpläne des Bezirks zu erreichen und wird bereits in Berlin sowie bundesweit und weltweit verbreitet.

Widerstand gegen die Kürzungen

Die AG 78 Jugendarbeit in Treptow-Köpenick hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und einen offenen Brief veröffentlicht, der sich an Stadträt*innen und Bezirksbürgermeister Oliver Igel richtet. In diesem Brief äußert die AG Besorgnis über die anhaltenden Diskussionen und Debatten zu Kürzungen im Rahmen der Haushaltsverhandlungen. Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sind nicht nur soziale Anlaufstellen, sie arbeiten auch gemäß dem Berliner Gesetz zur Ausführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Diese gesetzlich verankerten Einrichtungen unterstützen Familien und fördern die aktive Beteiligung sowie die Demokratiebildung junger Menschen.

Die bestehenden Strukturen, die über Jahrzehnte hinweg entwickelt und an spezifische Bedarfe angepasst wurden, stehen nun auf der Kippe. Kürzungen könnten nicht nur die Zukunft zahlreicher Jugendeinrichtungen bedrohen, sondern auch die soziale Entwicklung junger Menschen massiv gefährden. Viele Familien kämpfen bereits jetzt damit, die grundlegenden Bedürfnisse ihrer Kinder zu erfüllen. Es ist ein ernstes Problem, das nicht ignoriert werden kann.

Forderungen und Perspektiven

Die AG betont in ihrem offenen Brief die Notwendigkeit einer bedarfsgerechten Finanzierung der bezirklichen Jugendarbeit. Die Forderungen an das Bezirksamt sind klar: Zustimmung zum Eckwertebeschluss für eine solche Finanzierung, Verhinderung von Angebotsrückgängen in der Kinder- und Jugendförderung und die Vereinfachung bürokratischer Abläufe. Das klingt alles recht vernünftig – doch wird es auch gehört? Die AG drängt auf grundlegende Reformen der Finanzierungsstruktur, um sicherzustellen, dass die mit städtischen Mitteln finanzierten Einrichtungen nicht in Gefahr geraten.

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Eines ist klar: Die Solidarität mit Kindern, Jugendlichen, Familien und Fachkräften in Treptow-Köpenick ist jetzt wichtiger denn je. Die Jugendarbeit bietet in vielen Fällen nicht nur Hilfestellung bei schulischen, familiären und persönlichen Herausforderungen, sondern ist auch ein unverzichtbarer Bestandteil des sozialen Friedens in den Kiezen. Es bleibt zu hoffen, dass die Stimme der Betroffenen Gehör findet und die notwendigen Schritte unternommen werden, um die Zukunft der Jugendarbeit in Treptow-Köpenick zu sichern.