Heute ist der 12.07.2026 und in Burglesum gibt es spannende Neuigkeiten aus dem Blindengarten, einem Ort, der seit 36 Jahren Spaziergänger anzieht und auf 1600 Quadratmetern mehr als 600 Pflanzenarten beherbergt. Der Verein Blindengarten Bremen hat kürzlich einige bedeutende Veränderungen vorgenommen. Alte, schadhafte Holzpalisaden wurden durch robuste Steinmauern ersetzt, ein Projekt, das durch die Unterstützung von Spendern, dem Beirat Burglesum und verschiedenen Stiftungen ermöglicht wurde. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Engagement in die Pflege und den Erhalt dieses besonderen Gartens gesteckt wird.

Die Vorsitzende Bettina Hornhues hat sich gemeinsam mit Martina Reicksmann an die Arbeit gemacht, um neue Kunststoffschilder zu gestalten. Diese sind nicht nur mit deutscher Braille-Vollschrift versehen, sondern nutzen auch 3-D-Drucker-Technologie – eine clevere Art, um die Informationen für alle zugänglich zu machen! Insgesamt wurden bereits 70 Schilder produziert, die den Besuchern helfen, sich im Garten besser zurechtzufinden. Besonders für Senioren und Kinder sind die neuen Schilder mit taktiler Schrift und NFC-Technologie eine große Bereicherung, da sie über Smartphones auf erklärende Videos zugreifen können.

Ein starkes Netzwerk für den Blindengarten

Die Finanzierung für die neuen Maßnahmen ist beachtlich. Insgesamt wurden knapp 22.000 Euro gesammelt. Allein 10.000 Euro stammen von der Bürgermeister-Hermann-Hildebrandt-Stiftung, dazu kommen Spenden von 5310 Euro im Jahr 2018, 2500 Euro 2021 und 5000 Euro in diesem Jahr vom Beirat Burglesum. Eine ganz besondere Unterstützung kam auch von ArcelorMittal, die seit 2008 eine Restcent-Aktion durchführen. Die Mitarbeiter spenden monatlich Cent-Beträge ihrer Gehaltsabrechnung, die dann von der Unternehmensleitung verdoppelt werden. Dadurch erhielt der Blindengarten eine Spende von 3000 Euro – eine tolle Geste, die zeigt, wie sehr die Gemeinschaft hinter diesem Projekt steht.

Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Kusserow hat den Bau der Trockenmauern als Lehrprojekt für Auszubildende durchgeführt, was eine großartige Möglichkeit ist, jungen Menschen praktische Erfahrungen zu bieten. Die Fertigstellung der Mauern ließ allerdings auf sich warten, da die Wetterbedingungen – insbesondere der Schnee – die Arbeiten verzögerten. Jetzt, da der Garten endlich wieder geöffnet ist, können die Besucher die Veränderungen bewundern und die neue Atmosphäre genießen.

Ein Ort der Begegnung

Der Blindengarten ist mehr als nur ein Garten. Er ist ein inklusiver Ort der Begegnung für alle. Jeden Freitag von 15 bis 17 Uhr finden Gartenarbeitseinsätze statt, bei denen ehrenamtliche Helfer herzlich willkommen sind. Es ist eine schöne Gelegenheit, die Natur zu erleben und gleichzeitig einen Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten. Wenn man durch die Wege schlendert, kann man die Vielfalt der Pflanzen genießen und die entspannende Atmosphäre aufsaugen.

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Die neuen Schilder sind nicht nur eine praktische Ergänzung, sondern auch ein Zeichen für die Inklusion und den respektvollen Umgang miteinander. Besonders in einer Zeit, in der Barrierefreiheit immer wichtiger wird, zeigt der Blindengarten, wie man mit innovativen Ansätzen und viel Herzblut einen Raum schaffen kann, der für alle zugänglich ist.

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