Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in der Uckermark: Dringende Schutzmaßnahmen erforderlich
Heute ist der 13.07.2026 und in der Uckermark gibt es besorgniserregende Nachrichten: Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat erneut die Region erfasst. Vor allem in der Nähe zur deutsch-polnischen Grenze, genauer gesagt südlich von Schwedt/Oder bei Stützkow/Neu Galow, wurden neue Fälle bestätigt. Diese jüngsten Funde liegen innerhalb des Schutzkorridors des Landkreises Uckermark, und das ruft den Landesjagdverband Brandenburg auf den Plan, der die Dringlichkeit einer Eindämmung des Seuchengeschehens unterstreicht. Die Bürger sind aufgefordert, die bestehenden Schutzmaßnahmen zu unterstützen, denn die ASP-Schutzzäune dürfen unter keinen Umständen beschädigt werden. Das ist wichtig, um die Verbreitung des Virus zu verhindern.
In den letzten Wochen wurden zwei amtliche Verdachtsfälle von ASP durch das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bestätigt. Dabei sind tote Wildschweine entdeckt worden, die während routinemäßiger Fallwildsuchen in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze gefunden wurden. Diese Kadaver, die im FLI analysiert wurden, waren positiv auf das ASP-Virus getestet worden. Laut Experten könnte das Virus durch migrierende Wildschweine aus Polen eingeschleppt worden sein. Das ist alarmierend, denn der Staatssekretär Dr. Stephan Nickisch warnt vor einem hohen Seuchendruck und einem möglichen erneuten Eintrag des Virus in die Region.
Schutzmaßnahmen und Aufrufe zur Unterstützung
Der Landesjagdverband Brandenburg betont die Notwendigkeit, die Jagd auf Schwarzwild konsequent fortzuführen. Jäger werden aufgefordert, die Bejagung zu intensivieren, denn eine nachhaltige Reduzierung der Schwarzwildbestände ist entscheidend, um die ASP in den Griff zu bekommen. Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbandes, hat klar gemacht, dass gemeinsames Handeln gefragt ist, um die Seuche einzudämmen. Intensive Fallwildsuchen sind unverzichtbar, um Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu durchbrechen.
Das Veterinäramt der Uckermark hat bereits Maßnahmen ergriffen und überarbeitet die Tierseuchenallgemeinverfügung, um Bekämpfungs- und Vorsichtsmaßnahmen zu konkretisieren. Auch die Schweinehalter in der Nähe sind aufgefordert, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu verstärken. In der Region gibt es noch etwa zehn Schweine haltende Betriebe, die außerhalb der ASP-Schutzzone liegen. Dennoch ist die Schweinehaltung in Brandenburg rückläufig, von 225 Betrieben im Jahr 2011 auf nur noch 105 im Mai 2026. Das zeigt, wie ernst die Lage ist.
Die Rolle der Bürger und der Landwirtschaft
Der Landesbauernverband Brandenburg appelliert an die Landwirtschaftsbetriebe, die Schwarzwildbejagung zu unterstützen und die Tore der ASP-Schutzzäune geschlossen zu halten. Auch die Bürger werden gebeten, Beschädigungen an Zaunanlagen zu melden und tote Wildschweine dem Veterinäramt zu melden. Offene Zäune und weggeworfene Lebensmittel stellen erhebliche Infektionsquellen dar. Fahrradfahrer im Nationalpark Unteres Odertal sollten sich ebenfalls der Schutzfunktion der Zäune bewusst sein und darauf achten, dass diese nicht beschädigt werden.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickeln wird. Fakt ist, dass die Afrikanische Schweinepest eine ernsthafte Bedrohung für die Wild- und Nutztierhaltung darstellt. Experten rechnen mit weiteren infizierten Tieren und kündigen epidemiologische Untersuchungen außerhalb der Sperrzone an. Der letzte ASP-Ausbruch beim Schwarzwild in Brandenburg wurde am 14. Mai 2025 festgestellt. Die Region steht also vor einer Herausforderung, die nicht nur die Tierwelt betrifft, sondern auch die Menschen, die von der Landwirtschaft leben.
Für mehr Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der Uckermark können Sie die ausführlichen Berichte im Jäger Magazin sowie im Nordkurier nachlesen. Die Situation erfordert schnelles Handeln und die Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die Verbreitung der ASP zu verhindern.
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