In Bergedorf, einem Bezirk von Hamburg, gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der Wildtiere. Die Wildtierstation, die sich um verletzte und hilfsbedürftige Tiere kümmert, steht auf der Kippe. Doch jetzt gibt es einen Lichtblick: Die Bezirksversammlung hat nahezu einstimmig beschlossen, diese wichtige Einrichtung als städtische Auffangstation zu fördern. Das ist wirklich eine tolle Nachricht für alle Tierliebhaber und Naturschützer! Der Antrag wurde von der CDU und den Grünen eingebracht und erhielt die Unterstützung aller Fraktionen, einschließlich SPD, Die Linke und sogar der AfD, während sich die FDP enthielt. Das zeigt, dass es in dieser Sache eine seltene Einigkeit gibt. Der Beschluss wird nun an den Senat weitergeleitet, wo die Entscheidung in den Händen von Katharina Fegebank, der Grünen Zweiten Bürgermeisterin, liegt.
Die finanzielle Situation des Tierrettungsvereins „Looki“ hat sich in letzter Zeit drastisch verschärft. Fördermittel werden immer knapper, und die Zukunft der Wildtierstation war zeitweise sogar in Frage gestellt. Es ist ein echtes Wunder, dass die mediale Aufmerksamkeit und zahlreiche Spenden bis zum Jahresende die Arbeit des Vereins sichern konnten. Dennoch bleibt die Lage angespannt. Immerhin kümmern sich in der Wildtierstation rund 52 ehrenamtliche Helfer um etwa 500 Tiere – darunter bemerkenswerte Bewohner wie 20 Waschbären, zwölf Nutrias, fünf Igel mit Handicap, 25 Kamerunschafe, zwei Ziegen und etwa 60 Hühner. Viele dieser Tiere sind auf eine dauerhafte Versorgung angewiesen, was die Herausforderung für die Helfer nicht leichter macht.
Die Vielfalt der Wildtierstation
Die Wildtierstation in Bergedorf ist nicht nur ein Ort der Rettung, sondern auch ein Beispiel für die vielfältige Arbeit, die in solchen Einrichtungen geleistet wird. Hier werden verletzte Wildtiere aufgenommen und gepflegt, bevor sie, wenn möglich, wieder in die Freiheit entlassen werden. Die Station hat sich auf die Betreuung heimischer Wildtiere spezialisiert und gibt ihnen eine zweite Chance. Das Engagement der ehrenamtlichen Helfer ist bewundernswert – ohne sie wäre die Station wohl nicht in der Lage, all diese Tiere zu versorgen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Herzblut in dieser Arbeit steckt.
Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass es in Deutschland zahlreiche ähnliche Einrichtungen gibt, die sich dem Schutz und der Rettung von Wildtieren verschrieben haben. Ein Verzeichnis von Wildtierstationen in Schleswig-Holstein, das bis zum 1. August 2020 aktualisiert wurde, listet beispielsweise viele dieser wichtigen Anlaufstellen auf. Darunter befinden sich das Tier-, Natur- und Jugendzentrum Weidefeld in Kappeln, das Wildtier- und Artenschutzzentrum in Klein Offenseth-Sparrieshoop sowie die Wildtierhilfe Fiel in Nordhastedt. Jede dieser Stationen hat ihre eigenen Schwerpunkte und bietet vielfältige Hilfe für verletzte oder in Not geratene Wildtiere. Weitere Informationen zu Wildtierauffangstationen gibt es hier.
Es bleibt abzuwarten, wie die Entscheidung des Senats ausfällt und ob die Wildtierstation in Bergedorf die benötigte Unterstützung erhält. Für die vielen Tiere, die auf Hilfe angewiesen sind, wäre dies ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Die ehrenamtlichen Helfer leisten bereits jetzt Unglaubliches – und vielleicht wird ihre wichtige Arbeit bald auch finanziell besser abgesichert.