Heute ist der 2.06.2026 und in Harburg gibt es mal wieder spannende Neuigkeiten aus dem benachbarten Deutschland. Wespen und Hornissen sind in der sommerlichen Gartenlandschaft hochaktuell, doch sie haben nicht den besten Ruf. Viele verbinden die fliegenden Insekten sofort mit schmerzhaften Stichen, besonders wenn sie sich um Kuchen, Saft oder Grillgerichte scharen. Aber ganz ehrlich: Sind sie wirklich so schlimm, wie ihr Image vermuten lässt?

Es ist schon interessant, dass gerade die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica) – die beiden Arten, die am häufigsten vorkommen – für die negative Wahrnehmung der Wespen verantwortlich sind. Sie sind gelbschwarz gestreift, schwer zu unterscheiden und nur eine von elf Wespenarten, die in Deutschland leben. Die Deutsche Wespe hat zudem eine spezielle Zeichnung auf der Stirnplatte, die sie von der Gemeinen Wespe unterscheidet. Wer hätte gedacht, dass man bei diesen kleinen Geschöpfen auf Details achten sollte?

Wespen: Nützliche Mitbewohner der Natur

Obwohl Wespen und Hornissen oft als lästig empfunden werden, sind sie für unser Ökosystem unglaublich wichtig. Sie fangen Schädlinge und bestäuben Pflanzen. Im Landkreis Harburg hat man das erkannt und ein Netzwerk von 13 ehrenamtlichen Beratern eingerichtet, die bei Fragen rund um Wespennester helfen. Diese Experten bieten nicht nur kostenlose Telefonberatungen an, sondern kommen auch gerne persönlich vorbei, um Nester artgerecht umzusiedeln. Das kostet zwar etwas – etwa 70 Euro plus Material- und Fahrtkosten – aber die Expertise ist unbezahlbar!

Wusstest du, dass Hummeln, Hornissen und bestimmte Wespenarten sogar unter gesetzlichem Schutz stehen? Das bedeutet, dass man sie nicht einfach so verletzen oder fangen darf. Wenn du also ein Nest entdeckst, ist es ratsam, Abstand zu halten und die Berater zu kontaktieren. Oft lösen sich die Probleme ganz von allein, denn die Nester bestehen nur ein Jahr lang. Im Spätsommer wird es eh spannend: Da beginnt die Gemeinschaft sich aufzulösen, und die Arbeiterinnen suchen nach Nahrung.

Der richtige Umgang mit Wespen und Hornissen

Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn du einen Garten hast, schau zu Beginn des Sommers nach möglichen Nests. Diese können in Erdhöhlen, Dachböden oder sogar in Rollladenkästen versteckt sein. Es gibt sogar Hausmittel, um Nester zu behandeln, wie ein Wasser-Spülmittel-Gemisch oder Essigessenz. Aber Vorsicht, schnelle Bewegungen sollten vermieden werden, denn Wespen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen!

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Ein weiterer wichtiger Punkt ist, sich vor unseriösen Schädlingsbekämpfern in Acht zu nehmen. Informiere dich über die Anbieter und vergleiche deren Impressum. Wenn du selbst helfen möchtest, kannst du auch Teil des Teams der Wespen- und Hornissenberater werden. Die Untere Naturschutzbehörde gibt dir gerne Informationen dazu. Wer weiß, vielleicht wirst du der nächste Wespenspezialist in deiner Nachbarschaft?

Ein Blick auf das große Ganze

Im Kreislauf der Natur spielen Wespen und Hornissen eine essentielle Rolle. Die Hornisse (Vespa crabro), die größte Wespenart in Deutschland, ist besonders beeindruckend. Sie kann bis zu 35 mm groß werden und vertilgt pro Tag bis zu einem halben Kilogramm Insekten. Das ist eine Menge, oder? Man muss sich nur einmal vorstellen, wie viel Schädlinge sie damit aus unseren Gärten halten.

Wie du siehst, steckt viel mehr hinter diesen kleinen Insekten als man denkt. Wenn wir uns ein bisschen mehr informieren und respektvoll mit ihnen umgehen, können wir ihren Nutzen erkennen. Und vielleicht sehen wir sie dann nicht nur als lästige Plage, sondern als wertvolle Helfer in unseren Gärten.