Im Werra-Meißner-Kreis wird es spannend! In den letzten Wochen wurden Jugendliche befragt, um ihre Anliegen und Wünsche zu erkunden. Am Freitag, den 12. Juni, findet von 17 bis 20 Uhr die Abschlusskonferenz der Jugendchecks im E-Werk Eschwege statt. Die Ergebnisse aus fünf regionalen Jugendchecks werden dort vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Jugendliche, sondern auch an politische Entscheidungsträger, kommunale Funktionsträger, Fachkräfte und alle Interessierten. Ein bunter Abend steht bevor!

Drei zentrale Themen wurden aus den Umfragen herausgefiltert: Die Jugendlichen wünschen sich attraktive Jugendräume, mehr Veranstaltungen und Freizeitangebote sowie eine bessere Mobilität im ländlichen Raum. Diese Punkte sind nicht zu unterschätzen, denn sie spiegeln die Bedürfnisse der jungen Menschen wider, die oft das Gefühl haben, dass ihre Stimmen nicht gehört werden. Politische Entscheidungsträger sind gefordert, hier aktiv zu werden.

Ein Abend voller Ideen

Das Programm beginnt um 17 Uhr für Politik und Verwaltung mit der Vorstellung der zentralen Erkenntnisse. Ab 17.30 Uhr sind die Jugendlichen herzlich eingeladen, bei alkoholfreien Cocktails, Musik und Snacks zusammenzukommen. Stationen, die erfolgreiche Projekte aus dem Landkreis präsentieren, laden zum Austausch ein. Hier können die jungen Leute ihre Ideen einbringen und über Handlungsmöglichkeiten diskutieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist übrigens kostenfrei. Ein Shuttle-Service für Jugendliche steht ebenfalls zur Verfügung, eine Anmeldung ist allerdings erforderlich.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Mobilität – ein Thema, das nicht nur hier im Werra-Meißner-Kreis, sondern auch in anderen ländlichen Regionen auf der Agenda steht. Jugendliche sind besonders auf Mobilität angewiesen, jedoch wird ihre Meinung zum öffentlichen Nahverkehr oft nicht ausreichend berücksichtigt. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen von Bedarfsabfragen, die in verschiedenen Regionen durchgeführt wurden. In einigen Orten ohne weiterführende Schulen ist die Unzufriedenheit mit dem ÖPNV hoch, was die Bindung der Jugend an ihre Heimatkommune schwächt. Es ist ein Teufelskreis, der dringend durchbrochen werden muss.

Jugendliche als Experten

Das Projekt, das von 2019 bis 2022 in Wilhelmsfeld (Rhein-Neckar-Kreis) stattfand, hat gezeigt, wie wichtig es ist, die Jugendlichen als Experten für Mobilität ernst zu nehmen. Sie kennen die Stärken und Schwächen des ÖPNV und können wertvolle Vorschläge zur Verbesserung einbringen. Engagierte Erwachsene in Schlüsselpositionen sind dabei unerlässlich, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Die interkommunale Zusammenarbeit spielt eine zentrale Rolle, da die Buslinien oft gemeindeübergreifend organisiert sind.

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Die Jugendbeteiligung hat nicht nur Einfluss auf die Mobilität, sondern trägt auch zur Identifikation mit dem Heimatort bei. Es ist ein wichtiger Schritt, den Jugendlichen eine Stimme zu geben, damit sie aktiv an der Gestaltung ihrer Lebenswelt teilnehmen können. Diese Art der Mitgestaltung fördert nicht nur die Selbstständigkeit, sondern auch ein Gefühl der Zugehörigkeit. Wenn der öffentliche Nahverkehr besser auf die Bedürfnisse der jungen Menschen abgestimmt wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie dem System treu bleiben.

Insgesamt zeigt sich, dass die Wünsche und Ideen der Jugendlichen nicht nur gehört, sondern auch ernst genommen werden müssen. Die Abschlusskonferenz im Werra-Meißner-Kreis könnte ein erster Schritt in diese Richtung sein – wir sind gespannt, was aus den Diskussionen und Ideen hervorgeht! Für weitere Informationen zur Veranstaltung steht die Jugendförderung unter der Telefonnummer 0 56 51/3 02 14 52 oder per E-Mail an armin.bahl@werra-meissner-kreis.de zur Verfügung.

Die Quelle der Informationen ist HNA.