Heute ist der 28.05.2026 und in Stralsund gibt es einen ganz besonderen Anlass zu feiern: Die Eröffnung einer Sonderausstellung im Deutschen Meeresmuseum! Diese Ausstellung, die am Donnerstag ihre Pforten öffnete, trägt den Titel „Otto Dibbelts Traum vom Natur-Museum“. Im Mittelpunkt steht der Museumsgründer Professor Otto Dibbelt, der vor 75 Jahren den Grundstein für diese beeindruckende Institution legte. Er war nicht nur ein leidenschaftlicher Lehrer, sondern auch ein unermüdlicher Vermittler naturwissenschaftlicher Erkenntnisse, besonders an junge Menschen. Der Kurator der Ausstellung, Peter Danker-Carstensen, hebt hervor, wie Dibbelt die Besucher durch das Museum führte und sein Engagement für die naturwissenschaftliche Wissensvermittlung stets präsent war.
Otto Dibbelt, geboren 1881 in Stralsund, begann seine Mission zur Wissensvermittlung bereits vor mehr als sieben Jahrzehnten. 1951 eröffnete er die erste Natur-Ausstellung im ehemaligen Dominikanerkloster St. Katharinen, wo er seine privaten Sammlungen ausstellte. Diese Sammlungen umfassten eine Vielzahl von Exponaten, darunter Insekten, Skelette, Seekarten und Zeichnungen. Ein besonders kurioses Stück in der Ausstellung ist ein weißer Maulwurf, den Dibbelt im Hof seines Vaters gefunden hatte. Diese Sonderausstellung zum 75. Geburtstag des Deutschen Meeresmuseums wird bis Ende des Jahres zu sehen sein und bringt viele Exponate ans Licht, die bislang nicht öffentlich präsentiert wurden.
Ein Blick in Dibbelts Welt
Die Ausstellung erinnert nicht nur an Dibbelt selbst, sondern auch an die Entstehungsgeschichte des Deutschen Meeresmuseums. Was 1951 als kleines Natur-Museum begann, entwickelte sich seit den 1960er-Jahren zu einer bedeutenden Einrichtung mit vier Standorten: dem MEERESMUSEUM, OZEANEUM, NATUREUM und NAUTINEUM. Diese Entwicklung ist ein eindrucksvolles Zeugnis für den Einfluss, den Dibbelt auf die regionale Museumslandschaft hatte. Viele der Exponate, die in der Ausstellung zu sehen sind, stammen aus seinen Sammlungen und umfassen naturwissenschaftliche, kultur- und kunsthistorische Objekte aus verschiedenen Epochen. Es ist wirklich faszinierend zu sehen, wie vielfältig und reichhaltig sein Erbe ist!
Die Ausstellung bietet einen tiefen Einblick in die Leidenschaft, mit der Dibbelt sein Wissen weitergab. Es gibt Insekten, Mollusken, Säugetier-Skelette, astronomische Instrumente und sogar Gemälde und Handschriften. So viele Stücke, die Geschichten erzählen und die Besucher in eine andere Zeit entführen. Wer hätte gedacht, dass ein kleiner Maulwurf, den Dibbelt als Kind fand, Teil dieser großen Geschichte werden würde?
Ein Erbe bewahren
Die Eröffnung dieser Ausstellung ist nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch eine Gelegenheit, die Bedeutung von Dibbelt für die Naturwissenschaften und die Museumslandschaft zu würdigen. Viele der Exponate aus seinen Sammlungen sind auch in den Dauerausstellungen des Deutschen Meeresmuseums zu finden, was zeigt, dass sein Einfluss bis heute spürbar ist. Dibbelt leitete das Museum bis zu seinem Tod im Mai 1956 und hinterließ ein beeindruckendes Erbe, das weiterhin Generationen von Besuchern begeistert und inspiriert.
In diesem Sinne ist die Sonderausstellung „Otto Dibbelts Traum vom Natur-Museum“ nicht nur eine Hommage an einen Mann, sondern auch ein Aufruf, sich mit der Natur und Wissenschaft auseinanderzusetzen. Und das ist doch etwas, was wir alle brauchen können – besonders in Zeiten, in denen das Verständnis für unsere Umwelt wichtiger ist denn je. Wer also in der Nähe ist, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen!
Für weitere Informationen und Details zur Ausstellung kann der Artikel auf der Website des [NDR](NDR) nachgelesen werden.
