In Delmenhorst gibt es bald eine besondere Veranstaltung, die literarisch Interessierte nicht verpassen sollten. Am Mittwoch, dem 3. Juni, wird die Schriftstellerin Marica Bodrožić im Haus Coburg einen neuen Text vorstellen. Um 19.30 Uhr geht es los und die Chefin des Oldenburger Literaturhauses, Monika Eden, wird als Gesprächspartnerin dabei sein. Diese Lesung ist Teil des elften Literarischen Landgangs in der Städtischen Galerie Delmenhorst, die sich in der Fischstraße 30 befindet. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 7 Euro.

Marica Bodrožić, 1973 in Dalmatien geboren und aufgewachsen in Hessen, hat sich in der Literaturszene einen Namen gemacht. Sie hat nicht nur eine Ausbildung zur Buchhändlerin abgeschlossen, sondern auch in Frankfurt am Main Kulturanthropologie, Psychoanalyse und Slawistik studiert. Ihr literarisches Debüt gab sie 2002 mit dem Erzählband „Tito ist tot“, der sofort für Aufsehen sorgte. Mittlerweile sind ihre Werke in mehr als 16 Sprachen übersetzt und sie hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Walter-Hasenclever-Literaturpreis und den Manès-Sperber-Literaturpreis für ihr Gesamtwerk.

Ein Blick auf Bodrožićs Werk

In ihren Texten dreht sich oft alles um das Thema Reisen und das Unterwegssein, was sich auch in ihrem neuen Werk widerspiegeln dürfte. Der vorgestellte Text ist das Ergebnis ihrer Erkundungen im Oldenburger Land, wo sie im Oktober 2025 als Stipendiatin des Oldenburger Literaturhauses tätig war. Ihre Werke umfassen Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays, was sie zu einer vielseitigen Autorin macht. Sie hat sich auch als Übersetzerin einen Namen gemacht, insbesondere aus dem Englischen und Kroatischen.

Ein weiteres bemerkenswertes Werk von Bodrožić ist ihr autobiografisches Buch „Sterne erben, Sterne färben“ von 2007, in dem sie ihr Verhältnis zur deutschen Sprache thematisiert. Ihr Schreiben reicht von der Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen und Autoren bis hin zu kritischen Essays, in denen sie das literarische Schaffen von Persönlichkeiten wie Nazim Hikmet und Anne Sexton beleuchtet. Zudem hat sie als Gastprofessorin am Dartmouth College in den USA unterrichtet und lebt heute als freie Schriftstellerin in Berlin, nachdem sie zuvor in Paris und Zürich gelebt hat.

Hintergründe und Auszeichnungen

Die Liste der Auszeichnungen, die Bodrožić erhalten hat, ist beeindruckend. Neben dem Walter-Hasenclever-Literaturpreis erhielt sie auch den European Prize for Literature im Jahr 2013 und den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung im Jahr 2015. Ihre Bücher sind in insgesamt dreizehn Sprachen übersetzt worden, was ihre internationale Relevanz unterstreicht. Sie ist zudem Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und hat sich in ihrer Karriere nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch als kritische Stimme in der Literatur etabliert.

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Besucher der Lesung dürfen sich auf eine anregende Diskussion und tiefgehende Einblicke in die Gedankenwelt von Marica Bodrožić freuen. Es ist eine Gelegenheit, die nicht nur die lokale Literaturszene bereichert, sondern auch eine Verbindung zu den Themen des Reisens und der Identität schafft, die in ihrem Werk so zentral sind. Wer also in der Nähe ist, sollte die Chance nutzen und sich ein Ticket sichern!

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