Camping in Deutschland: Ein Boom der Freiheit und Einfachheit
Heute ist der 13.06.2026 und wir blicken nach Deutschland, wo das Camping einen regelrechten Boom erlebt. Immer mehr Menschen entscheiden sich für diese Urlaubsform, die früher oft als Notlösung für Budgetbewusste galt. Jetzt ist sie eine bewusste Wahl, die das Leben im Freien feiert. Im Landkreis Diepholz zeigt sich dies besonders deutlich: Die Nachfrage nach Stellplätzen und Übernachtungen steigt, und ganz ehrlich, das hat seine Gründe. Hohe Preise für Reisen ins Ausland, eine unsichere Weltlage und knappe Familienkassen schüren den Wunsch, die Erholung vor der eigenen Haustür zu finden. Camping steht für Rückbesinnung auf Einfachheit, Nähe zur Natur und umweltfreundliches Reisen – einfach mal den Kopf frei kriegen, ohne gleich die ganze Welt bereisen zu müssen. Mehr Informationen dazu gibt es hier.
Besonders seit der Corona-Pandemie hat sich das Reiseverhalten vieler Menschen verändert. Der Drang nach Bewegung an der frischen Luft, nach Unabhängigkeit und die Wertschätzung regionaler Freizeitangebote sind gewachsen. Die Nachfrage auf den Campingplätzen bleibt trotz des Rückgangs coronabedingter Einschränkungen hoch. Immer mehr Menschen denken über Erholung neu nach – es muss nicht immer der Luxusurlaub in der Ferne sein. Camping wird zunehmend als entspannende, flexible und kostengünstige Urlaubsform wahrgenommen. Das Deutsche Institut für Tourismusforschung hat dazu spannende Erkenntnisse geliefert: Im Jahr 2021 unternahmen 13,9 % der Befragten mindestens eine Campingreise seit März 2020. Dabei waren 15,7 % „Neu-Camper“, die zum ersten Mal in der Pandemie die Zelte aufgeschlagen haben. Und was hat sie dazu bewegt? Die Möglichkeit, trotz Reisebeschränkungen im Freien zu sein, die flexible Gestaltung des Reiseverlaufs und die schnelle Rückkehr nach Hause – ganz einfach!
Ein unverhoffter Trend
Die ersten Erlebnisse der „Neu-Camper“ waren meist positiv und bleiben in guter Erinnerung. Das zeigt, dass Camping nicht nur eine Flucht vor der Pandemie war, sondern für viele eine neue Form der Freiheit darstellt. Die Alt-Camper, die vor 2017 bereits Erfahrung gesammelt hatten, machen mit 84,3 % den Großteil aus. Also, wenn man so will, ist Camping ein Trend, der sich nicht so schnell wieder verflüchtigen wird. Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland fast 44,7 Millionen Campingübernachtungen gezählt – das sind 4,2 % mehr als im Jahr zuvor und satte 24,9 % mehr als 2019. Wahnsinn, oder?
Und wo haben die Deutschen am liebsten gecampt? Die schleswig-holsteinische Ostsee war mit 3,5 Millionen Übernachtungen die beliebteste Region. Aber auch der Schwarzwald, die Nordseeküste und das Allgäu haben ordentlich abgeräumt. Komischerweise ist die Campingdichte im Fränkischen Seenland besonders hoch – dort verbringen 47,1 % der Gäste ihre Nächte auf Campingplätzen. In Zeiten steigender Preise für Übernachtungen (Wohnmobilstellplätze sind um 32,2 % teurer geworden) ist es umso faszinierender, wie sich die Begeisterung fürs Camping hält.
Wie auch immer man es dreht und wendet, Camping ist in Deutschland mehr als nur ein Trend. Es ist eine Art Lebensgefühl, das zeigt, dass Erholung nicht immer luxuriös sein muss. Vielleicht ist das der Grund, warum die Menschen wieder mehr Zeit im Freien verbringen wollen – um die Einfachheit und die unmittelbare Nähe zur Natur zu genießen. Und seien wir ehrlich, wer kann dazu schon „nein“ sagen?
