Heute ist der 2.06.2026 und im Landkreis Diepholz gibt es spannende Neuigkeiten! Hier wurde die Ersthelfer-App „corhelper“ im Pilotbetrieb gestartet. Das Besondere? Diese App hat das ehrgeizige Ziel, bei Herz-Kreislauf-Stillständen Leben zu retten. Wie das funktioniert? Nun, die App alarmiert medizinisch geschulte Helfer, die sich in der Nähe eines Notfallortes befinden. Diese Helfer können oft viel schneller eintreffen als der Rettungsdienst und direkt mit lebensrettenden Maßnahmen beginnen. Das klingt doch nach einer tollen Sache, oder?

Aktuell sind nur Helfer mit einer notfallmedizinischen Ausbildung registriert, doch das wird sich ändern. Ab dem Sommer 2026 – also in nicht allzu ferner Zukunft – dürfen auch alle Teilnehmer mit einem Erste-Hilfe-Kurs, den sie in den letzten drei Jahren absolviert haben, sich registrieren lassen. Damit könnte die Zahl der verfügbaren Ersthelfer deutlich steigen! Die App „corhelper“ ist bereits in mehr als 30 Landkreisen in Deutschland im Einsatz. In Niedersachsen sind ähnliche Apps im Weserbergland, in Nienburg und auch im Landkreis Göttingen aktiv. So wird die Hilfe immer schneller und effizienter.

Einfach registrieren und helfen

Die Registrierung in der App erfordert ein Mindestalter von 18 Jahren. Das ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Freiwilligen in der Lage sind, im Ernstfall auch angemessen zu handeln. Die App kann für verschiedene Einsatzszenarien genutzt werden, was bedeutet, dass lokale Administratoren je nach Situation unterschiedliche Mindestqualifikationen festlegen können. Für die Teilnahme am Alarmierungssystem benötigen die Freiwilligen jedoch keine spezielle Qualifikation, auch wenn eine empfohlene Mindestqualifikation wie ein „zertifizierter Ersthelfer“ durchaus hilfreich ist. Spannend ist, dass die Verwaltung dieser Qualifikationen durch die regional zuständigen Träger der Hilfeleistung erfolgt.

Ein weiterer Aspekt der App ist, dass die Alarmierung des Nutzers von den Qualifikationen abhängt, die dem jeweiligen Einsatztyp zugeordnet sind. Das sorgt dafür, dass immer die bestmögliche Hilfe bereitsteht – und das in einer Zeit, wo jede Sekunde zählt. Solche Systeme können entscheidend sein, um das therapiefreie Zeitintervall bei einem Herzstillstand zu verkürzen. Dies wurde auch in einem Forschungsprojekt am Zentrum für Notfall- und Rettungsmedizin des Freiburger Universitätsklinikums untersucht.

Forschung für eine bessere Rettung

Die HEROES-Studie, geleitet von Prof. Dr. med. Michael Patrick Müller, beschäftigt sich mit dem Einfluss eines Smartphone-basierten Ersthelfersystems auf die Mortalität nach einem außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand. Mit der Unterstützung der Deutschen Herzstiftung wird hier ein klarer Fokus auf die Verbesserung der Rettungsmaßnahmen gelegt. Ersthelfer, die über die App alarmiert werden, können wichtige Maßnahmen wie Herzdruckmassage, Beatmung und die Anwendung eines Defibrillators durchführen. So wird das reanimationsfreie Intervall überbrückt, bis Rettungsdienst und Notarzt eintreffen.

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Die Idee, dass jeder – egal ob mit spezieller Ausbildung oder nicht – helfen kann, ist nicht nur innovativ, sondern auch ein Zeichen für die zunehmende Bedeutung der Zivilgesellschaft in der Notfallhilfe. Wenn du also in der Nähe von Diepholz lebst und ein bisschen Zeit hast, warum nicht einfach die App ausprobieren? Vielleicht kannst du ja eines Tages jemandem das Leben retten!

Weitere Informationen zur App und zur Registrierung findest du übrigens hier und auf der offiziellen Website der App hier.