In Hameln-Pyrmont gibt es Grund zur Freude! Die Physiotherapie-Ausbildung in der Region wird nicht nur erhalten bleiben, sondern sogar ausgebaut. Das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont hat den Plan gefasst, die Ausbildung für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten anzubieten, nachdem die Entscheidung des Landes Niedersachsen, das Ausbildungsangebot an der Elisabeth-Selbert-Schule einzustellen, zunächst ein wenig Unsicherheit verbreitet hatte. Doch Landrat Dirk Adomat hat sich für die Zukunft stark gemacht. In einem gemeinsamen Gespräch mit Kultusministerin Julia Willie Hamburg Anfang März wurde ein Kurs festgelegt, der sicherstellen soll, dass die Ausbildung in Hameln ohne Unterbrechung fortgeführt werden kann.
Der nächste Schritt ist bereits in Sicht: Am 2. April 2026 hat das Sana Klinikum bei der Landesschulbehörde Niedersachsen die staatliche Anerkennung einer Physiotherapie-Schule beantragt. Der Startschuss ist für Ende des Jahres geplant, mit einem ersten Ausbildungskurs von rund 20 Schülerinnen und Schülern. Das Klinikum bringt die nötigen personellen, räumlichen und fachlichen Voraussetzungen mit und wird die Ausbildung am Sana Bildungszentrum ansiedeln. Hier wird auch eine eigene Schulleitung für den Bereich Physiotherapie etabliert. Der theoretische Unterricht findet überwiegend im Bildungszentrum statt, während die praktische Ausbildung in den Therapiebereichen des Klinikums durchgeführt wird.
Zusammenarbeit mit der Elisabeth-Selbert-Schule
Doch das Sana Klinikum plant nicht, allein zu arbeiten. Die Verantwortlichen suchen aktiv nach zusätzlichen Kooperationsmöglichkeiten mit der Elisabeth-Selbert-Schule und weiteren regionalen Partnern. Diese Vernetzung könnte nicht nur die Ausbildung verbessern, sondern auch die Übergänge für die bereits eingeschriebenen Schülerinnen und Schüler erleichtern. Alle aktuell laufenden Kurse an der Elisabeth-Selbert-Schule werden regulär fortgeführt, und es ist sichergestellt, dass alle bereits angemeldeten Schülerinnen und Schüler einen Ausbildungsplatz in Hameln-Pyrmont erhalten.
Ein wichtiger Faktor ist auch die Suche nach weiteren Lehrkräften und Kooperationspartnern, die bereits im Gange ist. Bewerbungen für die künftige Physiotherapie-Ausbildung in Hameln sind bereits möglich. Damit wird ein starkes Fundament gelegt, das zukünftigen Generationen von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in der Region zugutekommen wird.
Ein Blick über die Grenze
<pNeben Hameln-Pyrmont gibt es auch in anderen Regionen Niedersachsens Entwicklungen im Bereich der Physiotherapie-Ausbildung. So betreibt das Christliche Krankenhaus Quakenbrück eine staatlich anerkannte Fachschule für Physiotherapie, die bereits seit 1982 besteht. Hier stehen jährlich 25 Ausbildungsplätze zur Verfügung, und die Bewerbungen für den Ausbildungsbeginn am 1. Oktober 2026 sind bereits geöffnet. Die Entscheidung über die Aufnahme basiert auf den Bewerbungsunterlagen und einem persönlichen Bewerbungsgespräch. Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass die Ausbildung in der Region nicht nur gesichert, sondern auch qualitativ hochstehend bleibt.
Insgesamt ist die Situation in Hameln-Pyrmont vielversprechend. Die Vorbereitungen für die neue Physiotherapie-Ausbildung laufen auf Hochtouren, und die lokale Gemeinschaft kann sich auf eine stabile und zukunftsorientierte Ausbildung für Gesundheitsberufe freuen. Weitere Informationen zu den Entwicklungen in Hameln finden sich auch auf Radio Aktiv.
