In Stade, Niedersachsen, wird kräftig in die Zukunft investiert: Die energetische Sanierung der Integrierten Gesamtschule (IGS) wird mit rund 2 Millionen Euro gefördert. Diese Förderung basiert auf innovativen Technologien und verspricht eine beeindruckende CO2-Einsparung von 77 %. Im Rahmen dieses Projekts wird die veraltete fossile Gaskesselanlage durch ein modernes und nachhaltiges Energiesystem ersetzt, das Sonnenenergie, Biomasse und Energieeinsparung nutzt. Der Zuschuss von 2 Millionen Euro stellt etwa 51 % der insgesamt beantragten Investitionen von 3,926 Millionen Euro dar.
Das Herzstück dieses Vorhabens ist ein Holzvergaser-Blockheizkraftwerk, das in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und moderner Brennwerttechnik betrieben wird. Diese innovative Lösung ermöglicht es, die Stromversorgung zusätzlich über eine PV-Anlage zu sichern. Das Holz für das Blockheizkraftwerk stammt aus Abfällen des städtischen Bauhofs in Stade, was nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch die lokale Wirtschaft unterstützt. Mit zwei Modulen, die jeweils 100 kW thermische und 49 kW elektrische Leistung erzeugen, wird der jährliche Wärmebedarf der IGS von rund 1,55 Millionen Kilowattstunden gedeckt. Ein großer Teil dieses Bedarfs kann nun aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.
Nachhaltige Baumaßnahmen und beeindruckende Einsparungen
Doch damit nicht genug: Die Gebäudehülle der Schule wird ebenfalls verbessert. Fassade und Fenster werden saniert, um Wärmeverluste zu minimieren. Insgesamt können durch diese Maßnahmen rund 371 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden, was den Einsatz fossiler Energieträger um etwa 77 % im Vergleich zum bisherigen Zustand senkt. Diese Förderung erfolgt im Rahmen der EFRE-Richtlinie „Klimaschutz und Energieeffizienz“ für kommunale Gebäude, Vereine, Kultureinrichtungen und Unternehmen. Bislang sind 100 Millionen Euro für dieses Programm reserviert, und die Landesregierung plant, die Klimaschutzmittel weiter aufzustocken.
Die Maßnahmen in Stade sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Klimaschutz im Gebäudebestand gelingen kann und zeigen, dass auch andere Regionen in Deutschland von ähnlichen Programmen profitieren können. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise bündelt die Landesregierung ihre Förderaktivitäten im Klimaschutz- und Energiebereich unter dem Namen „progres.nrw“. Hier stehen teilweise Mitfinanzierungen durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung, um die Nutzung von Klimaschutztechniken zur Erschließung erneuerbarer Wärme und zur Reduzierung des Energiebedarfs zu fördern. Ziel ist es, die Treibhausgasneutralität bis spätestens 2045 zu erreichen.
Förderanträge können bis zum 09.12.2025 eingereicht werden, und die geplante Überarbeitung der Förderrichtlinie für 2026 soll energieeffiziente Technologien weiter unterstützen. Die Programme der NRW.BANK, die die Energiewende unterstützen, zeigen ebenfalls das Engagement, neue Technologien in der Energie- und Mobilitätsbranche zu fördern. Das Beispiel Stade könnte somit als Modell für andere Initiativen dienen, die die Energiewende vorantreiben und den Klimaschutz in Deutschland stärken.
Für weitere Informationen zu den Förderprogrammen in Nordrhein-Westfalen besuchen Sie bitte die offizielle Seite der NRW.BANK.