Im Landkreis Uelzen, genau genommen in den Orten Hanstedt, Uelzen und Bad Bevensen, gab es am vergangenen Wochenende einige ziemlich brisante Verkehrsdelikte. Zwischen dem 1. und 2. Mai wurden gleich mehrere Fälle registriert, die nicht nur für Aufregung sorgten, sondern auch die Polizei auf den Plan rief. Wer hätte gedacht, dass ein ganz normales Wochenende so viele außergewöhnliche Vorfälle mit Alkohol und Drogen zu bieten hat?

Am Freitagabend, etwa um 21 Uhr, kam es auf der Kreisstraße 17 in Hanstedt II zu einem Unfall. Ein 62-jähriger Motorradfahrer stürzte und verletzte sich dabei leicht. Der anschließende Atemalkoholtest ergab einen Wert von satten 1,79 Promille – kein Kavaliersdelikt! Kein Wunder also, dass die Polizei ein Strafverfahren einleitete und dem Mann prompt den Führerschein abnahm. Da fragt man sich doch, wie man mit so einem Pegel noch auf das Motorrad steigen kann.

Kontrollen am Samstag

Der Samstag brachte noch mehr Aufregung. Ein 34-jähriger Mann aus Berlin wurde im Stadtgebiet Uelzen kontrolliert. Und was stellte sich heraus? Er saß in einem nicht zugelassenen Fahrzeug, das mit selbstgefertigten Kennzeichen aus Pappe ausgestattet war. Also, das klingt schon fast nach einer Geschichte aus einem schlechten Film! Um das Ganze noch zu toppen, befand sich der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Die Polizei ließ nichts anbrennen – eine Blutentnahme wurde angeordnet, die Weiterfahrt untersagt und die Fahrzeugschlüssel sichergestellt.

In Bad Bevensen wurden ebenfalls am Samstag zwei Verstöße im Zusammenhang mit E-Scootern registriert. Ein 30-jähriger Mann und ein 16-jähriger Jugendlicher, beide unter dem Einfluss berauschender Substanzen, wurden gestoppt. Auch hier folgten Blutentnahmen und Ordnungswidrigkeitenverfahren. Es ist schon erstaunlich, wie viele Leute anscheinend die Risiken, die sie eingehen, nicht ernst nehmen. Die Polizei weist eindringlich darauf hin, dass das Führen von Fahrzeugen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss erhebliche Risiken birgt. Ab 0,5 Promille drohen Bußgelder und Konsequenzen, ab 1,1 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig und kann strafrechtlich belangt werden.

Bussgeld und Folgen

Die rechtlichen Folgen solcher Verstöße sind nicht zu unterschätzen. Laut dem Bussgeldkatalog müssen Autofahrer ab 0,5 Promille mit einem Bußgeld von 500 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen. Bei wiederholten Verstößen wird’s teuer – das Bußgeld kann bis auf 1500 Euro steigen. Und wer denkt, bei 1,1 Promille einfach weiterzufahren, der sieht sich schnell mit strafrechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Es gibt sogar eine absolute Fahruntüchtigkeit, die ab 1,1 Promille greift, und ab 1,6 Promille wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis notwendig.

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Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2019 gab es in Deutschland 228 Tote durch Alkoholunfälle und über 17.183 Verletzte. Die Zunahme der Drogenunfälle seit 1991 beträgt erschreckende 550 Prozent. Und dabei ist es nicht nur eine Frage der eigenen Sicherheit – auch die anderen Verkehrsteilnehmer werden durch solches Verhalten in Gefahr gebracht. Es ist einfach nicht nachvollziehbar, warum sich so viele Menschen in einen solchen Zustand hinter das Steuer setzen.

Ein Blick auf die Promillegrenzen

In Deutschland gilt eine Promillegrenze von 0,5 für Autofahrer. Für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren gilt sogar ein absolutes Alkoholverbot von 0,0 Promille. Der Atem-Alkoholtest ist ein gängiges Verfahren, um den Alkoholgehalt im Blut zu überprüfen. Wer sich weigert, muss mit einer Blutentnahme rechnen. Ein weiterer Aspekt, den viele oft vergessen: Wenn man unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursacht, zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung zwar den Schaden des Unfallgegners, kann aber bis zu 5000 Euro zurückfordern. Und die Vollkaskoversicherung springt unter Umständen nicht ein, je nach Grad der Alkoholisierung!

Insgesamt zeigt sich, dass die Verkehrssicherheit ein wichtiges Thema ist, das uns alle betrifft. Man fragt sich, wie viele Menschen noch auf den Straßen unterwegs sind, während sie unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stehen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle wie im Landkreis Uelzen dazu führen, dass die Leute ihr Verhalten überdenken und verantwortungsvoller handeln. Denn am Ende hat jeder seinen Teil dazu beizutragen, dass unsere Straßen sicher bleiben.