Heute ist der 6. Mai 2026 und wir blicken über die Grenze nach Deutschland, wo ein besorgniserregender Vorfall auf einem Kreuzfahrtschiff für Aufsehen sorgt. Auf der „Hondius“, die von Ushuaia in Argentinien nach Kap Verde unterwegs war, kam es zu einem Hantavirus-Ausbruch, der drei Todesfälle zur Folge hatte. Ein älteres niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau sind dabei ums Leben gekommen. Noch dazu wurde ein Passagier nach seiner Rückkehr in die Schweiz positiv auf das Virus getestet. Komisch, wie schnell so etwas in einem geschlossenen Raum wie einem Kreuzfahrtschiff geschehen kann!
Jetzt wird es spannend: Eine Person, die in Kontakt mit einem Hantavirus-Fall auf der „Hondius“ stand, wird aktuell in Düsseldorf untersucht. Die Feuerwehr Düsseldorf und das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) haben den Transport und die medizinische Abklärung übernommen. Laut den Informationen wird die betreffende Person als „asymptomatisch“ beschrieben, was so viel heißt wie: Es gibt keinen bestätigten Nachweis einer Hantavirus-Infektion bei ihr. Dennoch erfolgt die Aufnahme vorsorglich zur medizinischen Abklärung. Ein Spezialteam der Feuerwehr transportiert die Person von einem Flughafen in den Niederlanden nach Düsseldorf. Man erwartet sie am Nachmittag oder Abend am Flughafen Schiphol.
Die Situation an Bord
Auf dem Kreuzfahrtschiff selbst gab es nicht nur die drei Todesfälle, sondern auch mindestens drei weitere Passagiere, die erkrankt sind. Die WHO hat bereits verlauten lassen, dass die Situation als niedriges öffentliches Gesundheitsrisiko eingeschätzt wird. Die WHO arbeitet eng mit den Schiffsbetreibern zusammen, um die Gesundheit von Passagieren und Besatzung zu überwachen.
Es ist allerdings unklar, ob die Person in Düsseldorf direkten Kontakt zu den evakuierten Patienten hatte. So viel Unsicherheit macht die Sache nicht einfacher. Hantaviren, die Fieber und schwere Atemwegserkrankungen verursachen können, werden in der Regel durch Urin, Kot oder Speichel infizierter Nagetiere übertragen. Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist zwar selten, aber dennoch nicht ausgeschlossen.
Ein Blick in die Vergangenheit
Der Vorfall auf der „Hondius“ erinnert stark an ähnliche Ausbrüche in der Vergangenheit. Es gab bereits Fälle, in denen Hantavirus-Infektionen auf Kreuzfahrtschiffen gemeldet wurden. Die Schiffe sind oft mit einer Vielzahl von Passagieren und Besatzungsmitgliedern besetzt – in diesem Fall sind es 170 Passagiere und etwa 70 Besatzungsmitglieder. Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, wie wichtig eine sorgfältige Überwachung und schnelle medizinische Reaktion ist.
Die epidemiologischen Untersuchungen sind bereits im Gange, und wir werden sehen, wie sich die Lage weiterentwickelt. Es bleibt zu hoffen, dass die Gesundheitsbehörden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.
