Heute ist der 11. Mai 2026 und der Ennepe-Ruhr-Kreis legt mal wieder den Finger in die Wunde. Überhöhte Geschwindigkeit bleibt eine der häufigsten Unfallursachen in Deutschland, und das hat man wohl auch hier im Blick. Die örtlichen Behörden führen regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durch, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Ein besonders krasser Fall ereignete sich kürzlich auf der Wetterstraße in Herdecke, wo ein Raser mit 103 km/h bei erlaubten 70 km/h geblitzt wurde. Für diesen Verstoß muss er nun mit einem Punkt in Flensburg und einer Buße von 200 Euro rechnen. Das wird ihm wahrscheinlich eine Lehre sein – oder auch nicht.
Am Montag, den 11. Mai, stehen bereits mehrere Geschwindigkeitsmessungen auf dem Plan, unter anderem in Breckerfeld und Schwelm. Für den Dienstag sind dann die Hauptstraße, Wetterstraße und weitere Straßen in Herdecke und Sprockhövel an der Reihe. Ein Blick auf die Liste zeigt, dass die Kreisverwaltung und die Kreispolizeibehörde kräftig im Einsatz sind, um das Rasen zu stoppen. Auch in den kommenden Tagen wird kontrolliert – bis in die nächste Woche hinein. Wer also denkt, er könnte ungestraft zu schnell fahren, sollte sich gut überlegen, ob er nicht besser etwas langsamer macht.
Hintergründe zu Unfallursachen
Das Statistische Bundesamt hat im Jahr 2017 über 2,6 Millionen Verkehrsunfälle in Deutschland registriert. Dabei reicht das Spektrum von kleinen Parkremplern bis hin zu schweren Massenkarambolagen. Die Ursachen werden von Polizeibeamten dokumentiert und umfassen 89 mögliche Gründe für Unfälle. Ein häufiges Problem in geschlossenen Ortschaften ist, so zeigt die Statistik, das Missachten der Vorfahrt oder das zu schnelle Fahren. Aber auch Unachtsamkeit beim Abbiegen oder Rückwärtsfahren führt oft zu Unfällen. Wenn wir uns die Zahlen anschauen, ist es irgendwie erschreckend: Es gab 49.112 Unfälle, die durch Fehler beim Abbiegen verursacht wurden.
Außerhalb geschlossener Ortschaften hingegen sind Geschwindigkeitsüberschreitungen die häufigste Unfallursache. Hier wurden im Jahr 2017 insgesamt 19.957 solcher Fälle dokumentiert. Das zeigt, wie wichtig es ist, Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen – nicht nur für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, sondern auch zur Sensibilisierung für diese Problematik. Es ist kein Geheimnis, dass die Straßenverhältnisse, Witterungseinflüsse und technische Mängel ebenfalls eine Rolle spielen. Die Daten ermöglichen es, gezielt Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu entwickeln.
Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
Die umfassenden Statistiken zur Verkehrssicherheit sind nicht nur Zahlen auf Papier. Sie sind die Grundlage für Gesetzgebung, Verkehrserziehung, Straßenbau und sogar Fahrzeugtechnik. Wenn man sich die Ergebnisse der Unfallstatistik ansieht, erkennt man, dass die Strukturen des Unfallgeschehens und die Faktoren, die dazu führen, sichtbar gemacht werden. Das Ziel ist es, die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen und die Verkehrsteilnehmer besser zu schützen. Und das betrifft alle – vom Autofahrer über den Radfahrer bis hin zum Fußgänger. Ein bisschen mehr Achtsamkeit und Rücksichtnahme kann hier Wunder wirken.
Insgesamt bleibt zu hoffen, dass die verstärkten Kontrollen und die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer Früchte tragen. Denn letztlich geht es darum, dass alle sicher nach Hause kommen. Auf den Straßen des Ennepe-Ruhr-Kreises wird jedenfalls weiter kontrolliert – und das ist auch gut so. Wer sich selbst und andere schützt, sorgt für mehr Sicherheit im Verkehr. Und das sollten wir alle anstreben!
