Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis plant einen Umzug nach Meschede-Enste. Ein Neubau soll auf einem Grundstück entstehen, das einst ein Erdbeerfeld war. Der Standort befindet sich zwischen dem Kloster Galiläa, dem Enster Weg und der Straße Im Schlahbruch. Die Realisierung dieses Projekts übernimmt die WWB Weser-Wohnbau Gruppe, die nach einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren den Zuschlag erhielt. Polizeidirektor Thomas Vogt bezeichnet diesen Neubau als bedeutenden Meilenstein für die Polizei im Hochsauerlandkreis.

Das neue Polizeigebäude wird bis zu vier Vollgeschosse umfassen, im Nordwesten des Grundstücks errichtet und soll moderne Arbeitsbedingungen schaffen. Die Stellplatzflächen rund um den Neubau sind sowohl für Polizeibeschäftigte als auch für den Kreis vorgesehen. Der Haupteingang wird durch eine gläserne Schiebetür akzentuiert, die den Empfangsbereich im Inneren definiert. Besonders spannend dabei: Der Innenhof wird als Begegnungs- und Kommunikationsfläche gestaltet, was die Interaktion zwischen den Mitarbeitern fördern soll.

Wichtige Eckdaten und Zeitplan

Der grobe Zeitplan sieht vor, dass der Entwurf des Bebauungsplans zwischen dem vierten Quartal 2026 und dem dritten Quartal 2027 erfolgen soll. Der Satzungsbeschluss ist für das vierte Quartal 2027 angedacht, gefolgt von der Baugenehmigung im ersten Quartal 2028. Der Baubeginn soll danach erfolgen, mit einer geplanten Fertigstellung zwischen dem vierten Quartal 2030 und dem ersten Quartal 2031. Trotz dieser umfangreichen Planungen bleibt das denkmalgeschützte Kloster Galiläa unberührt, es sind keine Nutzungsänderungen dort geplant.

„Wir haben sieben Jahre gebraucht, um ein tragfähiges Gesamtkonzept zu entwickeln“, sagt Abteilungsleiter Thomas Vogt, der die Vertragsunterzeichnung im Januar 2026 als Meilenstein bezeichnete. Anwesend waren unter anderem der Geschäftsführer der Weser Wohnbau Gruppe, Lars Röben, sowie Vertreter der Kreispolizeibehörde. Bürgermeister Christoph Weber begrüßt den Neubau, da er einen zentralen und gut erreichbaren Standort für die Polizei in Meschede darstellt. Der bisherige Standort am Rautenschemm leidet unter Platzmangel, fehlender Barrierefreiheit und veralteter Technik.

Investitionen in die Polizeiarbeit

Was viele vielleicht nicht wissen: Nordrhein-Westfalen plant derzeit Investitionen von rund einer Milliarde Euro in die Modernisierung von Polizeigebäuden. Dies geht aus dem Haushaltsentwurf für 2026 hervor. Innenminister Herbert Reul (CDU) betont, dass diese Investitionen ein Zeichen der Wertschätzung für die Polizei darstellen und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen gewährleisten sollen. Hintergrund sind die wiederholten Kritiken von Opposition und Gewerkschaften zu den schlechten Zuständen vieler Polizeigebäude, wie beispielsweise in Wuppertal, wo Schimmelprobleme festgestellt wurden.

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Die Verpflichtungsermächtigung von über einer Milliarde Euro für Liegenschaftsprojekte zeigt deutlich, dass die Landesregierung die Notwendigkeit zur Modernisierung erkannt hat. „Wir haben bereits in den letzten Jahren in die Ausstattung und Gebäude der Polizei investiert“, so Reul, der die schrittweise Modernisierung als notwendig erachtet. In diesem Kontext ist der Neubau in Meschede nicht nur wichtig, um die Polizeiarbeit zu optimieren, sondern auch ein Teil eines größeren Plans, der die Zukunft der Polizei im Hochsauerlandkreis sichern soll.

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