Im Oberbergischen Kreis gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der Chirurgie! Ab dem 1. Mai 2026 wird PD Dr. med. Elias Karakas die Leitung der chirurgischen Abteilungen in Gummersbach und Waldbröl übernehmen. Er wird die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Oberberg leiten. Dr. Karakas, ein ausgewiesener Experte für kolorektale Chirurgie, bringt nicht nur umfangreiche fachliche Expertise mit, sondern auch eine langjährige Führungserfahrung. Ab dem 1. Juni wird er dann die Gesamtleitung beider Standorte übernehmen, was sicherlich eine spannende Herausforderung für ihn darstellt.
Vor seinem Wechsel war er Chefarzt am Krankenhaus Maria Hilf sowie am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben. Dort konnte er sein Können bereits unter Beweis stellen. In seiner neuen Position wird er sich besonders auf die Weiterentwicklung des zertifizierten Darmzentrums konzentrieren – ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt. Schließlich sind Erkrankungen des Dick- und Enddarms weit verbreitet und erfordern oft eine chirurgische Intervention.
Behandlungsschwerpunkte und moderne Techniken
Dr. Karakas wird ein breit gefächertes Behandlungsspektrum anbieten. Dazu zählen Erkrankungen des Dick- und Enddarms, minimalinvasive und onkologische Operationsverfahren sowie die Chirurgie endokriner Organe. Die Klinikleistungen umfassen nicht nur die minimalinvasive kolorektale Chirurgie, sondern auch die Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen und Erkrankungen der Leber und Gallenblase. Auch die Behandlung von endokrinen und neuroendokrinen Tumoren sowie die Hernienchirurgie gehören zu den Schwerpunkten seiner Arbeit.
Mit dem zunehmenden Einsatz moderner und perspektivisch robotisch assistierter Verfahren wird die Versorgung von akuten Notfällen immer sicherer und effizienter. Das ist ein großes Plus für die Patienten, die auf schnelle und präzise Eingriffe angewiesen sind. Dr. Karakas freut sich darauf, die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers, Prof. Saad, fortzuführen und weiterzuentwickeln.
Einblick in die kolorektale Chirurgie
Um die Bedeutung dieser Fachrichtung noch besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Behandlungen im Bereich der kolorektalen Chirurgie. Das Behandlungsspektrum umfasst alle gut- und bösartigen Erkrankungen von Dick- und Mastdarm. Die Chirurginnen und Chirurgen setzen minimal-invasive Techniken ein, die sichere Operationen auch in schwierigen Fällen ermöglichen. Bei Dickdarmkrebs beispielsweise erfolgt die Operation je nach Lokalisation und Größe des Tumors meist als Teilentfernung des Darms, häufig minimal-invasiv und mit wenigen kleinen Schnitten.
Besonders beeindruckend ist, dass bei Beachtung der krebschirurgischen Standards bis zu 50% der Patienten geheilt werden können. Auch die Entfernung von Metastasen in Leber und Lunge ist oft operativ möglich. Bei speziellen Fällen, wie etwa bei Bauchfellbefall, kann sogar eine Chemotherapie im Bauchraum (HIPEC-Verfahren) durchgeführt werden. Das zeigt, wie weit die medizinische Forschung bereits gekommen ist und welche Möglichkeiten es für Patienten gibt, die an schweren Erkrankungen leiden.
Die Behandlung von Mastdarmkrebs, der auch Rektumkarzinom genannt wird, orientiert sich ebenfalls an der Tumorlokalisation und der Nähe zum Schließmuskel. In vielen Fällen gelingt es, den Schließmuskel zu erhalten, was für die Lebensqualität der Patienten von großer Bedeutung ist. Manchmal ist jedoch ein vorübergehender künstlicher Darmausgang nötig, was für viele Betroffene eine große Umstellung bedeutet.
Insgesamt ist die kolorektale Chirurgie ein faszinierendes und herausforderndes Feld, das durch ständige Weiterentwicklungen und neue Behandlungsmöglichkeiten geprägt ist. Dr. Karakas’ Übernahme der Leitung am Klinikum Oberberg ist daher ein wichtiger Schritt für die Patientenversorgung in der Region.
Wir sind gespannt, welche neuen Impulse er setzen wird und wie sich die chirurgische Landschaft im Oberbergischen Kreis weiterentwickeln wird. Hier finden Sie mehr Informationen zu Dr. Karakas und dem Klinikum Oberberg.
