Im Rhein-Erft-Kreis tut sich was! Ab dem 22. April 2026 wird die Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) mit der Modernisierung ihrer Haltestellen beginnen. Das erste Highlight dieser Initiative? Die Installation digitaler Fahrplananzeiger an der Haltestelle „Am alten Bahnhof“ in Kerpen-Brüggen, wo Bürgermeister Thomas Jurczyk zur Vorstellung der neuen Technologie erwartet wird. Und das ist erst der Anfang.
Insgesamt sollen bis zu 1.400 Haltestellen in der Region auf den neuesten Stand gebracht werden. In der ersten Bauphase werden 500 Haltestellen mit schicken neuen Masten und den modernen Haltestellenschildern vom Typ „Wing Easy“ ausgestattet. Diese neuen 13-Zoll-E-Paper-Anzeiger sind nicht nur solarbetrieben und umweltfreundlich, sondern auch wetterfest und vandalismusgeschützt. Das bedeutet, dass die Fahrgäste künftig in Echtzeit über Abfahrtszeiten, Störmeldungen und Tarifinformationen informiert werden – ganz ohne die üblichen, oft veralteten gedruckten Fahrpläne.
Ein Schritt in die digitale Zukunft
Die neuen Anzeiger sind so konzipiert, dass sie barrierefrei sind und auch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen helfen können. Mit einer praktischen Text-to-Speech-Funktion kann man sich die Abfahrtszeiten sogar vorlesen lassen. Das ist doch mal eine Erleichterung! Darüber hinaus wird eine zentrale Datenaktualisierung ermöglicht, die schnelle Anpassungen bei Fahrplanwechseln oder anderen betrieblichen Änderungen garantiert. Ein weiterer Vorteil? Die Displays benötigen wenig Energie, was eine flexible Installation ohne umfangreiche Tiefbauarbeiten ermöglicht.
Das gesamte Projekt hat ein Volumen von rund neun Millionen Euro, und die REVG hat bereits Fördermittel bei go.Rheinland für die erste Bauphase beantragt. Die Technologie wird von Axentia Technologies AB bereitgestellt, einem Partner, der bereits erfolgreich baugleiche Systeme in Hürth und Wesseling implementiert hat. Damit wird die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs im Rhein-Erft-Kreis deutlich gesteigert.
Digitalisierung als Schlüssel zur Mobilität
Die Modernisierung der Haltestellen ist Teil eines größeren Trends, der den öffentlichen Nahverkehr revolutioniert. Digitalisierung ist das Schlagwort der Stunde. Städte stehen vor der Herausforderung, die Mobilität klimafreundlicher, effizienter und vernetzter zu gestalten. Apps und moderne Technologien machen es möglich, dass Fahrgäste rechtzeitig über Ankunftszeiten und Verspätungen informiert werden können. In vielen Verkehrsverbünden gibt es bereits Apps, die eine schnelle und individuelle Informationsbeschaffung ermöglichen – von der digitalen Ticketbuchung bis hin zu multimodalen Verbindungen wie Bus, Bahn und sogar E-Scootern.
Ein Beispiel? Die Jelbi-App in Berlin, die verschiedene Mobilitätsangebote integriert. Solche Lösungen machen das Reisen für viele Menschen einfacher und transparenter. In diesem Kontext wird auch die Umrüstung der Haltestellen im Rhein-Erft-Kreis wahrhaftig zukunftsweisend. Die neuen digitalen Fahrplananzeiger könnten nicht nur die Servicequalität der REVG verbessern, sondern auch ein Teil der intelligenten Mobilität werden, die wir in den nächsten Jahren in unseren Städten erwarten dürfen.
Mit der geplanten Anbindung an das Modulare Warnsystem (MoWaS) bis zur Jahresmitte wird sogar eine Nutzung der Haltestellen als Informationspunkte in Krisensituationen ermöglicht. Das zeigt, dass die Digitalisierung nicht nur den Alltag erleichtert, sondern auch in kritischen Zeiten ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Infrastruktur sein kann.
Die ersten Arbeiten sind bis November 2026 geplant, und man darf gespannt sein, wie sich die Dinge weiterentwickeln werden. Der Rhein-Erft-Kreis steht vor einer spannenden Transformation, und die Fahrgäste können sich auf eine neue Art des Reisens freuen!