Am 20. Mai 2026 fand in Neuwied ein ganz besonderer Besuch statt. Brian Tremper, ein pensionierter US-Polizist aus Kalifornien, machte sich auf die Reise, um die Wurzeln seiner Familie zu erkunden. Ein emotionales Abenteuer, das ihn über den Atlantik führte! Im Neuwieder Rathaus wurde er von Oberbürgermeister Jan Einig herzlich empfangen. Es war ein Moment, der die Stadtgeschichte lebendig werden ließ.
Die Geschichte von Trempers Vorfahren beginnt vor fast 300 Jahren. Johann Jacob Trömper, der Urgroßvater von Brian, lebte an der heutigen Engerser Straße in Neuwied. Die Familie Trömper wanderte vermutlich im Jahr 1726 nach Amerika aus, die Route führte sie über Rotterdam und England nach New York. Unterstützt wurde Brian bei seiner Spurensuche von Sven Thienemann, einem Mitglied der „International Police Association“ (IPA), mit dem er sich über die Ahnenforschung austauschte. Auch die Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde und das Fürstlich Wiedische Archiv halfen bei der Recherche, sodass die Herkunft der Familie bis ins Jahr 1695 zurückverfolgt werden konnte.
Die Entdeckung der eigenen Wurzeln
Bei seinem Besuch in Neuwied erkundete Tremper die Straßen, in denen seine Vorfahren lebten. „Es war einfach überwältigend“, äußerte er, „mich an diesen Orten zu bewegen.“ Die emotionale Verbindung zu seiner Geschichte wurde ihm während des Rundgangs noch einmal so richtig bewusst. Auch die Gespräche mit Jan Einig und Sven Thienemann waren für Brian von großer Bedeutung. Gemeinsam mit Thienemanns Tochter Luisa erlebte er ein freundliches und inspirierendes Miteinander.
Die Recherchen ergaben, dass Johann Jacob Trömper senior bereits 1715 in einer Steuerliste aufgeführt war. Sein Sohn, Johann Jacob junior, wurde am 26. März 1715 geboren und in der evangelisch-reformierten Gemeinde getauft. Ein weiterer Beweis für die Wurzeln der Familie in Neuwied. Diese Informationen wurden von Genealogen wie Otmar Rüdig verifiziert. Die Leidenschaft für die Ahnenforschung, die Brian Tremper mitbringt, ist nicht nur eine persönliche Angelegenheit, sondern auch ein Weg, um die Geschichte der Stadt Neuwied zu würdigen.
Ahnenforschung als Fenster zur Geschichte
Ahnenforschung ist eine faszinierende Angelegenheit. Sie eröffnet ein Fenster zur Geschichte, zeigt Verbindungen und gibt Einblicke in das Leben der Vorfahren. Dabei konzentrieren sich viele Forschungen auf den Stammbaum und die Ahnentafel. Ein strukturierter Ansatz ist hierbei wichtig, um die eigene Herkunft zu verstehen. Ob die väterliche Stammreihe oder der umfassendere Stammbaum – jede Methode hat ihre eigenen Herausforderungen und Belohnungen. Die Nachverfolgung der eigenen Wurzeln erfordert Geduld und viel Detailverliebtheit. Brian Tremper hat dies hautnah erlebt und die emotionale Tiefe der eigenen Geschichte entdeckt.
Sein Besuch in Neuwied endete mit einem Ausblick vom Dach des Verwaltungshochhauses – ein Moment, der sicherlich auch die Gedanken an die eigene Familiengeschichte noch einmal aufleben ließ. Geschichten wie die von Brian Tremper sind es, die die Stadtgeschichte lebendig machen und einen tiefen Eindruck hinterlassen. So wird aus einer kleinen Stadt am Rhein ein Knotenpunkt von Erinnerungen und Verbindungen über die Jahrhunderte hinweg.