Heute ist der 1.07.2026, und im Rhein-Lahn-Kreis gibt es traurige Neuigkeiten über die Galloway-Rinder, die einst in einer Katastrophe gerettet wurden. Vor zwei Jahren, im Jahr 2024, wurden diese Tiere aus prekären Verhältnissen in Nastätten befreit. Dank Spenden von über 16.400 Euro und zahlreicher Patenschaften sollten sie auf einem Gnadenhof in Endlichhofen ihren Lebensabend verbringen. Die Initiative war beeindruckend, die Öffentlichkeit wurde mobilisiert, und die Hoffnung war groß.

Allerdings wendete sich das Blatt. Der Gnadenhof, der zum Symbol für Tierliebe und -schutz werden sollte, wurde am 3. Juni 2024 aufgelöst. Der Tierschutzverein informierte die Tierpaten darüber, dass die Schließung zum 30. Juni erfolgen würde. Die Gründe für diese Entscheidung sind besorgniserregend: steigende Kosten in der Tierhaltung und eine sinkende Zahl an Tierpaten. Man wollte die Tiere lebend abgeben, doch das Schicksal nahm eine tragische Wendung.

Die traurige Wende

Am 5. Juni 2024 wurden alle Galloway-Rinder in Nordrhein-Westfalen geschlachtet. Warum das geschah, bleibt unklar. Der Tierschutzverein äußerte sich nicht dazu, und der Vereinsvorsitzende hatte am 9. Juni noch von Interessenten für die Tiere gesprochen. Tierpaten, die in die Patenschaften investiert hatten, prüfen nun rechtliche Schritte. Sie sind verständlicherweise empört, denn die Satzung des Tierschutzvereins sieht vor, dass im Falle einer Auflösung das Vermögen an eine gemeinnützige Tierschutzorganisation abgeführt werden soll. Doch was ist aus den Geldern geworden? Nachfragen zu den finanziellen Überschüssen wurden vom Vorsitzenden nicht beantwortet, und die Internetpräsenz des Vereins ist nicht mehr erreichbar. Der Betreiber hat mittlerweile eine neue Tätigkeit in der Schweiz aufgenommen.

Die Situation wird durch die Unklarheit über den Verbleib der Tiere weiter kompliziert. Thorsten Zellmann, der Betreiber des Birkenhofs, wo einige der Galloways untergebracht waren, hat auf Presseanfragen keine konkreten Informationen gegeben. Die Facebookseite „Tier-Herz Endlichhofen“ ist nicht mehr aktiv, und die Webseite verweist nur noch auf den Birkenhof, ohne jegliche Informationen über die Tiere. Es ist, als wären sie spurlos verschwunden.

Ein ungewisses Schicksal

Die Galloway-Rinder, die einst gerettet wurden, sind nun nicht mehr in Endlichhofen, und ihr Verbleib bleibt unklar. Ein Teil der Herde wurde auf einen Hof im Hunsrück gebracht, während die weiblichen Tiere und Kälber auf dem Birkenhof untergebracht wurden. Für die Ablösung der Tiere vom vorherigen Halter wurden rund 15.000 Euro benötigt, um eine Schlachtung zu verhindern. Aber anscheinend war das nicht genug. Thorsten Zellmann erklärte, dass das Projekt nicht fortgeführt werden konnte, da viele Paten nicht mehr zahlten und niemand Verantwortung im Verein übernehmen wollte. Komischerweise bleibt unklar, welche Vorschläge für den Verbleib der Tiere gemacht wurden und wie viele Paten noch beteiligt waren. Das lässt Fragen über die Transparenz und die finanzielle Situation des Vereins offen, denn es gibt keinen eingetragenen Verein mit dem Namen „Tier-Herz Endlichhofen“.

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Das Schicksal dieser Galloway-Rinder ist nicht nur eine lokale Tragödie, sondern wirft auch ein Licht auf die Herausforderungen des Tierschutzes in Deutschland. Während Tierfreunde sich bemühen, das Wohl von Tieren zu sichern, zeigen solche Vorfälle, wie fragil diese Bemühungen manchmal sein können. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen bald zur Rechenschaft gezogen werden und die Hintergründe dieser traurigen Geschichte ans Licht kommen.

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