Heute ist der 27.05.2026 und die politischen Wellen schlagen mal wieder hoch in Deutschland. Ein besonders heiß diskutiertes Thema ist die Situation rund um Matthias Hundt, den neuen Staatssekretär für Digitalisierung in Berlin. Der CDU-Politiker sieht sich mit kritischen Fragen konfrontiert, die seine Vergangenheit als Unternehmer betreffen. Insbesondere geht es um die Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH, die Hundt als Geschäftsführer leitete. Recherchen von MDR INVESTIGATIV und rbb24 haben ergeben, dass die Staatsanwaltschaft Dresden ein Ermittlungsverfahren wegen Insolvenzstraftaten eingeleitet hat. Das klingt nach einem echten Politthriller!

Die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH, ursprünglich in Dresden ansässig, plante IT-Projekte sowie Innovationsmanagement. Im August 2025 kam es dann zum Knall: Zwei Krankenkassen beantragten beim Amtsgericht Dresden die Einleitung eines Insolvenzverfahrens. Ein solches Verfahren wird in der Regel angestoßen, wenn Unternehmen über längere Zeit Sozialabgaben nicht abführen. Hundt hat über seinen Anwalt erklärt, dass es Uneinigkeit über Krankenversicherungsbeiträge gegeben habe, die mittlerweile geklärt sei. Eine spannende Wendung, die viele Fragen aufwirft.

Insolvenz und Umleitungen

Ein weiterer Aspekt, der die Situation verkompliziert, ist die Firma „SDC Sachsen Digital Solutions“. Diese hat am 12. Dezember 2025 eine Rechnung an einen Landkreis in Norddeutschland gestellt. Ursprünglich hatte der Landkreis einen Vertrag mit „SDC Sachsen Digital Consulting“ und war bereit, die Rechnung zu begleichen. Doch die Kontonummer auf der Rechnung stimmte nicht mit der insolventen „SDC Consulting“ überein, sondern kam von der wieder aktivierten „SDC Solutions“. Unklar bleibt, ob die neue Firma die Geschäfte der alten übernommen hat und ob das Geld rechtmäßig umgeleitet wurde. Insolvenzanwälte meinen, eine solche Umleitung wäre nur möglich, wenn der Insolvenzverwalter einbezogen wurde und der Landkreis zustimmte. Doch der Landkreis bestätigt, dass eine solche Vereinbarung nie existierte. Das lässt die Gemüter noch mehr erhitzen.

Hundts Anwalt hat inzwischen klargestellt, dass kein Auftragsübergang vorlag, und auf die Frage, ob der Insolvenzverwalter eingebunden war, wurde geantwortet, dass die Leistungserbringung mit „mündlicher“ Genehmigung des Insolvenzverwalters geschah, jedoch ohne Belege. So bleibt die Frage, wie viele Menschen und Unternehmen noch auf Geld von Hundts Firmen warten und wie hoch die offenen Forderungen sind. Ziemlich nebulös, oder?

Ein Lebenslauf voller Fragen

Ein weiterer Punkt, der im Zusammenhang mit Hundt steht, ist sein Lebenslauf. Auf der Website des Landes Berlin wurde angegeben, dass er von 2019 bis 2026 Dozent an der SRH Hochschule Berlin war. Doch die Hochschule kann das nicht bestätigen; Hundt hatte lediglich im Wintersemester 2019/2020 Lehraufträge am Dresdner Campus. Nach Anfragen wurde der Eintrag in seinem Lebenslauf korrigiert, aber ein Hinweis auf die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH fehlt. Interessant, wie sich die Dinge entwickeln.

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Ehrlich gesagt, die ganze Situation um Matthias Hundt und die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH hat das Potenzial, ein Politikum zu werden. Die Staatsanwaltschaft hat am 25.11.2025 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestätigt, doch die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und es gilt die Unschuldsvermutung. In den letzten zwei Jahren wurden zudem bei zwei weiteren Firmen, an denen Hundt beteiligt war, Insolvenzverfahren eingeleitet. In einem Fall wurde die Eröffnung mangels Masse abgelehnt, im anderen Fall läuft das Verfahren noch. Das wirft ein weiteres Licht auf die Frage der Geschäftspraktiken und der Verantwortung, die Hundt als Staatssekretär übernehmen muss.

Die Senatskanzlei war bis zur Anfrage von rbb und MDR nicht über die Insolvenzverfahren informiert. Das lässt tief blicken und zeigt, wie wichtig es ist, Transparenz in der politischen Landschaft zu gewährleisten. Es bleibt spannend, wie sich diese Geschichte weiterentwickeln wird und welche Konsequenzen Hundt letztendlich tragen muss.