Gestern Abend kam es in der Handball-Bundesliga zu einem spannenden Duell zwischen der HSG Wetzlar und dem Rekordmeister THW Kiel. Die Kieler mussten sich mit 25:33 geschlagen geben, was die Stimmung im Team weiter trübt. Diese Niederlage folgte auf ein enttäuschendes Heimremis gegen SC DHfK Leipzig. Wetzlar hingegen konnte mit diesem Sieg die Abstiegsplätze verlassen und freut sich über einen dringend benötigten Erfolg.
Der THW Kiel startete zunächst vielversprechend. Nach einem frühen 3:2 in der 6. Minute schien alles nach Plan zu laufen. Doch dann kam die Schwächephase, die Trainer Filip Jicha nicht nur frustriert kommentierte, sondern auch zu zwei Auszeiten zwang. Wetzlar nutzte die Gelegenheit und erzielte acht Tore in Folge – das war der Wendepunkt. Plötzlich lag Wetzlar mit 10:3 in Führung, und die Kieler fanden einfach nicht zurück ins Spiel. Bester Werfer für Kiel war Rasmus Ankermann, der mit sechs Toren glänzte, während Tristan Kirschner für Wetzlar acht Tore aus acht Versuchen erzielte.
Kieler Verletzungspech
Die Situation für den THW Kiel war alles andere als optimal. Mit vier Rückraumspielern, darunter Emil Madsen, Elias Ellefsen á Skipagøtu, Eric Johansson und Nikola Bilyk, die alle verletzt fehlten, musste Trainer Jicha improvisieren. Er setzte gleich zu Beginn zwei Jugendspieler ein – Ankermann, gerade einmal 18 Jahre alt, und der 19-jährige Johan Rohwer. Diese Entscheidung zeigt, wie verzweifelt die Kieler waren, um die Kluft zu schließen.
In der 43. Minute betrug der Rückstand der Kieler bereits 23:16. Ein Aufbäumen war zwar zu erkennen, doch der Abstand blieb hartnäckig. Es gelang ihnen nicht, näher als auf vier Tore zu kommen, bevor Wetzlars ägyptischer Linksaußen in der 57. Minute ins leere Tor traf – eine bittere Pille für die Kieler, die sich sicherlich mehr erhofft hatten.
Wetzlar auf dem Vormarsch
Für die HSG Wetzlar war dieser Sieg enorm wichtig. Mit einer Zuschauerzahl von 4.421 in der Halle und einem herausragenden Torwart Andreas Palicka, der in der ersten Halbzeit glänzte, war die Stimmung natürlich ausgelassen. Das Team hatte zuvor bereits gegen den Bergischen HC gewonnen, was zusätzlichen Auftrieb gab. Die Tore verteilten sich auf mehrere Spieler: Kirschner, Theiß, Ahouansou und Nafea trugen maßgeblich zum Erfolg bei.
Wetzlar hat sich mit diesem Sieg nicht nur aus der Abstiegszone befreit, sondern auch die Hoffnung auf eine bessere Platzierung genährt. Der Druck auf Kiel wächst hingegen. Mit dieser Niederlage stehen sie unter Zugzwang, um die kommenden Spiele besser zu gestalten. Vielleicht braucht es eine grundlegende Umstellung oder ein bisschen Glück – beides ist in der Handball-Bundesliga entscheidend.
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