In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wird es auf der A27 zwischen Bremen-Horn-Lehe und Bremen-Vahr wieder spannend. Seit dem 29. April müssen Autofahrer in diesem Abschnitt von 22 bis 5 Uhr mit einer Vollsperrung rechnen. Der Grund? Genehmigte Schwertransporte, die auf die Gegenfahrbahn ausweichen müssen, um den Brückenteil von 1971 zu nutzen. Die nächtlichen Sperrungen sind bis auf Weiteres angesetzt, mit einer Ausnahme: In der Nacht vor Himmelfahrt, also vom 13. auf den 14. Mai, dürfen die Fahrzeuge die Brücke passieren.
Die Brücke aus dem Jahr 1937 gilt mittlerweile als nicht mehr ausreichend tragfähig. Daher ist ein langfristiger Neubau beider Brückenteile geplant. Die Vollsperrung ermöglicht es, die Schwertransporte in Richtung Bremerhaven und Cuxhaven sicher zu leiten. In der Zwischenzeit wird der jüngere Teil der Brücke ertüchtigt, um den Verkehr in beide Richtungen aufzunehmen. Das Verkehrschaos wird umgeleitet: In Richtung Bremerhaven und Cuxhaven ab der Anschlussstelle Vahr bis Horn-Lehe und von Horn-Lehe zur Anschlussstelle Vahr in Richtung Walsrode.
Neubau und Verkehrssicherheit
Der Baubeginn für den Neubau der Brückenteile ist für Mitte kommenden Jahres angesetzt. Bis dahin wird es auch im Bereich der Leher Heerstraße einige Veränderungen geben: Seit dem 10. April bis 26. April war dort nur ein Fahrstreifen in Richtung Walsrode verfügbar. Das alles geschieht im Hinblick auf die Verkehrssicherheit, ein Thema, das auch auf der politischen Agenda ganz oben steht.
Das Bundesverkehrsministerium hat sich mit dem Programm „Vision Zero“ das Ziel gesetzt, die Verkehrssicherheit in Deutschland zu verbessern. Verkehrssicherheit ist nicht nur eine Frage der Infrastruktur, sondern auch der Menschen und Fahrzeuge. Von der Planung bis zum Betrieb müssen alle Phasen von Straßenprojekten berücksichtigt werden. Die Einführung technischer Regelwerke soll eine einheitliche und sichere Gestaltung von Bundesfernstraßen gewährleisten. Diese Regelwerke finden auch in anderen EU-Mitgliedstaaten Anwendung.
Ein Blick in die Zukunft
Das Infrastruktursicherheitsmanagement, das seit den 1970er Jahren erste Ansätze zeigt, wird seit 2021 als Standard auf dem europäischen Fernstraßennetz betrachtet. Es umfasst verschiedene Bausteine, die alle Phasen im Lebenszyklus einer Straße abdecken. Dazu gehören die Folgenabschätzung der Verkehrssicherheitswirkung in der Entwurfsplanung und regelmäßige Straßenverkehrssicherheitsüberprüfungen. Ziel ist es, geeignete Verbesserungsmaßnahmen für streckenabschnittsbezogene Probleme zu identifizieren, bevor sie zu Unfallschwerpunkten werden.
Dies erfordert das Zusammenwirken verschiedener Akteure und die Verantwortung aller Beteiligten. Die Entwicklungen um die Brücke bei Bremen sind ein kleiner, aber wichtiger Teil einer großen Strategie, die darauf abzielt, die Sicherheit auf den Straßen in Deutschland zu verbessern. Mehr Infos dazu finden Sie in der [Quelle](https://www.weser-kurier.de/bremen/a27-in-bremen-ab-sofort-immer-in-der-nacht-zu-donnerstag-gesperrt-doc85hz2vv9i9ikg4ztmdr). Es bleibt spannend, wie sich die Situation in Zukunft entwickeln wird!