Am 22. September 2026 war es endlich so weit: Die Band Cotton Club trat im Café des Theaters am Steg in Baden auf. Ein Abend voller Jazz, der das Publikum in eine andere Zeit entführte. Die Bandmitglieder, allen voran Joachim Csaikl mit seiner Gitarre und Stimme, Andreas Lindenbauer am Klarinettenspiel und Joe Pinkl an der Tuba, sorgten für eine Atmosphäre, die Jazz-Fans vor Freude strahlen ließ. Ihre Musik, geprägt von den Klängen der 1920er bis 1940er Jahre, präsentierte zeitlose Klassiker und moderne Hits in Old-Style-Arrangements. Man konnte förmlich die Begeisterung im Raum spüren!

Es war Teil des Jazz Café Projekts, das darauf abzielt, die Wurzeln und die Vielfalt des Jazz zu fördern. Vor allem in Städten wie Baden, wo die Liebe zur Musik stark verwurzelt ist, gibt es kaum etwas Schöneres, als sich mit Gleichgesinnten zusammenzufinden und die Klänge dieser einzigartigen Musikrichtung zu genießen.

Ein Hauch von Blues

Die Cotton Club Band ist nicht zu verwechseln mit einer anderen, aber doch bemerkenswerten Künstlerin: Shanna Waterstown. Diese in Florida geborene Sängerin hat sich einen Namen im Bereich des femininen Blues gemacht – und das nicht ohne Grund! Ihre Live-Auftritte sind eine wahre Explosion an Energie und Kraft. Bekannt für ihre warmen, sinnlichen und kraftvollen Interpretationen, hat sie bereits auf großen Blues-Festivals in Europa gespielt und ist für ihre beeindruckenden Auftritte als Vorgruppe für Größen wie James Brown und Buddy Guy bekannt.

Shanna ist nicht nur Sängerin, sondern auch Autorin, Songwriterin und Komponistin. Ihre Alben, die sie selbst produziert hat, zeigen ihr großes Talent und ihre Leidenschaft für die Musik. Ihr Blues-Trio, das sie seit über zehn Jahren begleitet, liefert die Originalsongs, die sie selbst schreibt und arrangiert. Da kann man nur staunen!

Die Wurzeln des Jazz und Blues

Jazz und Blues, die beiden Genres, die an diesem Abend im Café des Theaters am Steg in Baden zelebriert wurden, haben eine spannende Geschichte. Die 1920er Jahre waren ein entscheidendes Jahrzehnt für diese Musikrichtungen. Jazz, der in New Orleans aus einer Mischung verschiedener kultureller Einflüsse entstand, brachte eine neue Art der Improvisation und synkopierte Rhythmen mit sich. Gleichzeitig erlebte der Blues einen Aufschwung, nicht zuletzt durch die ersten erfolgreichen Aufnahmen von Künstlerinnen wie Mamie Smith, deren „Crazy Blues“ 1920 die Tür für viele folgende Musiktalente öffnete.

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Damals boomten Technologien wie Radio und Schallplatten, die halfen, diese Musikstile einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Die kulturellen Veränderungen, die mit der Harlem Renaissance einhergingen, schufen neue gesellschaftliche Rollenbilder und schenkten den Klängen aus dem Süden der USA eine Bühne, die sie bis heute prägt. So ist es nicht verwunderlich, dass Jazz und Blues auch heute noch in den Herzen der Menschen weiterleben und immer wieder Begeisterung entfachen.