Ein Forstunfall hat am 24. September 2026 in Breitenau am Hochlantsch für Aufregung gesorgt. Ein 67-jähriger Mann wurde schwer verletzt, als er bei Holzarbeiten von einem Baumstamm eingeklemmt wurde. Zusammen mit seinem 17-jährigen Enkel war er im eigenen Wald beschäftigt, als das Unglück geschah. Der ältere Herr bediente eine Motorsäge, während sein Enkel einen Traktor mit Seilwinde steuerte. Plötzlich rollte eine rund 15 Meter lange Fichte zur Seite und klemmte den rechten Fuß des Mannes ein.

Der Enkel, alarmiert durch die Hilfeschreie seines Großvaters, eilte sofort zu ihm und konnte ihn befreien. Nach der Erstversorgung wurde der Verletzte mit einem Tau aus der misslichen Lage gerettet. Der Notarzthubschrauber Christophorus 17 war schnell zur Stelle und flog den schwer verletzten Mann ins Landeskrankenhaus Hochsteiermark, Standort Leoben. An diesem Einsatz waren zahlreiche Helfer beteiligt, darunter die Polizei, zwei Alpinpolizisten, die Bergrettung Mixnitz, die Feuerwehr Breitenau am Hochlantsch sowie die Rettung und der Notarzthubschrauber.

Gefahren bei Holzarbeiten

Forstarbeiten sind nicht nur eine wertvolle, sondern auch eine gefährliche Tätigkeit. Sie sind körperlich stark belastend und erfordern höchste Konzentration. Zu den typischen Aufgaben gehören die motormanuelle Holzernte, die Bestandespflege mit Motorsäge und Freischneider sowie die Holzbringung mit Traktoren oder Seilkranen. Dabei ist das Zusammenspiel von Mensch und Maschine entscheidend für die Sicherheit. Unfälle können schnell passieren, besonders in schwierigem Gelände, wo Sturz- und Stolperunfälle häufig sind.

Ein weiterer häufiger Unfallgrund sind fallende Bäume oder Baumteile. Es ist wichtig, Sicherheitsabstände einzuhalten und ausreichend Rückweg zu nehmen. Trotz der Gefahren wird oft nicht genug auf die Sicherheit geachtet, was zu schweren Verletzungen führen kann. Die Unfallstatistiken in der Forstwirtschaft sprechen eine deutliche Sprache. Seit 1999 werden die Unfallgeschehnisse in diesem Bereich systematisch erfasst, um die Unfallprävention zu verbessern und die Sicherheit der Arbeiter zu erhöhen.

Unfallstatistiken und Präventionsansätze

Die Unfallstatistik zeigt, dass das Unfallgeschehen in der Forstwirtschaft besorgniserregend ist. Es gibt klare Trends, die trotz unterschiedlicher Begrifflichkeiten in den Statistiken erkennbar werden. Verletzungsursachen werden in Kategorien wie Stolpern-Stürzen, Baum-Baumteile und Betriebsmittel unterteilt. Besonders häufig betroffen sind dabei die Körperteile wie Kopf, Augen, Rumpf und Beine. Die Schwere der Verletzungen reicht von leichten Prellungen bis hin zu schweren Knochenbrüchen.

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Die Unfallquote, also die Anzahl der Unfälle pro 1 Million produktive Arbeitsstunden, zeigt, wie ernst die Lage ist. In der motormanuellen Holzernte wird die Unfallhäufigkeit nach verschiedenen Phasen wie Baumaufsuchen und Fällen differenziert. Es ist ein ständiger Kampf, die Sicherheit im Wald zu gewährleisten – und jeder Unfall erinnert uns daran, wie wichtig es ist, die nötigen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.