Neuer Pfarrer Norbert Filipitsch tritt in Eisenstadt sein Amt an
Heute ist der 15.07.2026 und in Eisenstadt gibt es Neuigkeiten, die sicherlich für Gesprächsstoff sorgen werden. Die Dom- und Stadtpfarre erhält einen neuen Pfarrer: Norbert Filipitsch, der von Pinkafeld nach Eisenstadt wechselt. Sein Amtsantritt ist für Anfang September geplant. Filipitsch hat in Pinkafeld sechs Jahre gedient, und sein Vertrag dort läuft Ende August aus. Es klingt fast wie ein kleiner Neuanfang, denn die Neubesetzung wird notwendig, nachdem der bisherige Dompfarrer Achim Bayer die Gemeinde verlässt. Bayer wird von einem Kaplan und zwei weiteren pastoralen Mitarbeitern begleitet – allesamt Mitglieder des Kalasantiner-Ordens, der nach zwölf Jahren seine Niederlassung in Eisenstadt aufgibt.
Die Gründe für den Abgang der Ordensbrüder sind nicht ganz unbedenklich: Ein Beschluss des Generalkapitels der Kalasantiner-Kongregation zwingt sie dazu, da es in der Zentrale des Ordens einfach zu wenige Mitarbeiter gibt. Auch die Pfarrhelferin Eveline Bettstein verlässt die Gemeinde, was den Abschied noch schmerzhafter macht, besonders für die, die die Zusammenarbeit schätzten. Stefan Fabsics, Kurator im Pfarrgemeinderat, drückt sein Bedauern über den Abschied der Kalasantiner aus und hebt das gute Einvernehmen hervor. Der Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics hat den Ordensbrüdern nicht nahegelegt, länger zu bleiben, was alles ein wenig abrupt erscheinen lässt. Eine außerordentliche Sitzung des Pfarrgemeinderates ist bereits geplant, doch ein weitergehender Protest ist nicht angedacht.
Ein neuer Anfang für Filipitsch
Filipitsch selbst beschreibt sich als erfahren, aber nicht als „Wunderwuzzi“. Er hat große Pläne und will nach 100 Tagen im Amt eine erste Zwischenbilanz ziehen. Und das ist nicht alles: Er plant sogar, den Unterricht in der Volksschule selbst zu übernehmen! Das wird eine spannende Herausforderung, denn die Volksschule ist ein zentraler Bestandteil der Gemeinde, und die Kinder liegen ihm sicherlich am Herzen. Der scheidende Dompfarrer Bayer wird bis Anfang 2027 bleiben, um seinen schulischen Verpflichtungen nachzukommen. Vielleicht ist sein Abschied auch eine Art Übergangsphase für die Gemeinde, die sich nun neu orientieren muss.
Es ist interessant zu sehen, wie sich die Dynamik innerhalb der Gemeinde verändert. Die Kalasantiner haben über Jahre hinweg einen festen Platz in Eisenstadt eingenommen. Ihr Weggang wird eine Lücke hinterlassen, aber vielleicht bringt Filipitsch frischen Wind mit. Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen, vor allem, wenn man bedenkt, dass es nun weniger Hände gibt, die anpacken können. Aber vielleicht sind Veränderungen ja auch etwas, das neue Perspektiven eröffnet. Manchmal braucht es einen Umbruch, um zu wachsen.
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