Am 17. Juni 2026, in der charmanten Stadt Güssing, fand die Generalversammlung der Raiffeisen Regionalbank Güssing-Jennersdorf statt. Der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2025 konnte sich sehen lassen. Aufsichtsratsvorsitzender Berthold Schlaffer hob in seiner Ansprache die genossenschaftlichen Werte und die regionale Verankerung der Bank hervor, die in einer Zeit des Wandels besonders wichtig sind.

Vorstandssprecher Günter Penthor präsentierte die wirtschaftlichen Ergebnisse, die durchweg positiv ausfielen. Die Bilanzsumme stieg um 2,8 % auf 1,083 Milliarden Euro. Kredite erhöhten sich um 3,5 % und belaufen sich nun auf 655 Millionen Euro, während die Kundeneinlagen auf beeindruckende 936 Millionen Euro anstiegen. Auch im Veranlagungsbereich gab es erfreuliche Nachrichten: Das „Money under Management“ kletterte auf 1,324 Milliarden Euro. Das gesamte verwaltete Kundenvolumen überstieg die 2-Milliarden-Euro-Marke und belief sich auf 2,045 Milliarden Euro. Interessanterweise sanken die Betriebserträge leicht auf 39,2 Millionen Euro, während die Betriebsaufwendungen auf 18,5 Millionen Euro reduziert werden konnten. Das Betriebsergebnis betrug 20,8 Millionen Euro und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) erreichte 17,2 Millionen Euro.

Ein Blick in die Zukunft

Die Eigenmittel der Bank stiegen auf 115,1 Millionen Euro, was einer Eigenmittelquote von 22,99 % entspricht. Ein Meilenstein war das Projekt „Kundennähe“, das erfolgreich abgeschlossen wurde und zu Verbesserungen in Beratung, Service und Erreichbarkeit führte. Zudem betreuen die fünf Energiegenossenschaften der Regionalbank 1.453 Zählpunkte und handeln über 1,4 Millionen kWh Strom regional. Das klingt alles nach einer soliden Basis, oder?

Ein besonderer Gast bei der Generalversammlung war der Vorstandsvorsitzende der RBI, Johann Strobl. Er sprach über die veränderten Rahmenbedingungen, die durch Chinas Rolle und die veränderten Kundenerwartungen geprägt sind. Für das Jahr 2026 zeigt sich der Vorstand optimistisch und erwartet ähnliche Ergebnisse wie im Jahr 2025. Zudem ist das Projekt „EVOlution 2.6ff“ zur organisatorischen Weiterentwicklung in Arbeit. Ein geplanter Neubau der Zentrale in Güssing, mit Spatenstich 2027 und Fertigstellung Ende 2028, soll die Bank zukunftssicher machen.

Ein Abschied steht bevor

Ein emotionaler Moment wird im Mai 2026 der Abschied von Günther Hadl sein, der nach über 41 Jahren im Raiffeisensektor in den Ruhestand tritt. Für seine Verdienste, insbesondere zur Fusion der Bezirksbanken Güssing und Jennersdorf im Jahr 2021, erhielt er das Raiffeisen-Ehrenzeichen in Gold. Solche Verdienste werden nicht oft gewürdigt und unterstreichen die Bedeutung von Engagement in der Region.

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Im Kontext der aktuellen Entwicklungen bei Genossenschaftsbanken ist die Fusion von Raiffeisenbanken ein heiß diskutiertes Thema. Die Raiffeisenbank Schaafheim und die VR Bank Dreieich – Offenbach eG fusionieren rückwirkend zum 1. Januar 2025, was durch eine außergewöhnlich hohe Zustimmung der Mitglieder von 98,9 % und der Vertreter von 98,6 % untermauert wird. Diese Fusion zeigt, dass in einer Zeit, in der die Anzahl der Genossenschaftsbanken mit einer Bilanzsumme von unter 1 Milliarde Euro seit 2000 um etwa 76 % gesunken ist, die Notwendigkeit für strukturelle Veränderungen und strategische Partnerschaften besteht.

Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen: Steigende regulatorische Anforderungen und demografische Veränderungen machen es notwendig, dass kleinere Institute ihre Geschäftsmodelle regelmäßig überprüfen. Fusionen bieten dabei eine Chance, nicht nur die Herausforderungen zu meistern, sondern auch die regionale Identität und genossenschaftlichen Werte zu stärken. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Raiffeisen Regionalbank Güssing-Jennersdorf und andere Institute in diesem dynamischen Umfeld weiterentwickeln werden.

Für weitere Informationen zu den Entwicklungen der Raiffeisen Regionalbank Güssing-Jennersdorf und den Fusionen unter den Genossenschaftsbanken, besuchen Sie bitte die Quelle.

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