In Rust, einem malerischen Ort im Burgenland, fand kürzlich die Landesenergiereferentinnen und -referentenkonferenz statt. Hier trafen sich Vertreter des Bundes und der Länder, um über die Zukunft der Energieversorgung zu diskutieren. Ein zentrales Thema war die Notwendigkeit schnellerer Genehmigungen für erneuerbare Energieprojekte. Man weiß mittlerweile: Der Druck auf unser Energiesystem wächst. Geopolitische Unsicherheiten und steigende Anforderungen machen es unerlässlich, dass wir unsere Weichen jetzt richtig stellen.
Ein Blick auf die Ergebnisse der Konferenz zeigt, dass 26 von 30 Anträgen einstimmig beschlossen wurden. Das ist doch ein positives Zeichen! Ein gemeinsames Ziel wurde klar formuliert: Versorgungssicherheit, Klimaschutz und wirtschaftliche Stabilität müssen im Einklang betrachtet werden. Besonders das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) stand im Fokus, das darauf abzielt, Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner forderte praktikable und rechtssichere Verfahren. Hier wird deutlich, dass die Bundesländer gefordert sind, verbindliche Ausbauziele festzulegen und ihren Beitrag zu leisten.
Ein gemeinsamer Kraftakt
Elisabeth Zehetner, die Energie-Staatssekretärin, sprach von einem „gemeinsamen Kraftakt“ zwischen Bund, Ländern und Gemeinden. Das klingt ja fast nach Teamarbeit! Ein wichtiges Ziel ist es, schnellere Verfahren zu schaffen, stärkere Netze auszubauen, mehr Speicher zu integrieren und den Anteil erneuerbarer Energien insgesamt zu erhöhen. In den Diskussionen wurde auch der Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und modernen Speichertechnologien thematisiert. Burgenland wurde als Vorzeigeregion für den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien hervorgehoben. Da kann man nur sagen: Hut ab!
Die Herausforderungen sind groß und der Handlungsbedarf enorm. Deutschland, das sich in einer ähnlichen Situation befindet, hat die höchste installierte Kraftwerksleistung in Europa. 2024 betrug der Bruttostromverbrauch etwa 516 Terawattstunden. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, plant die Bundesregierung, neue steuerbare Kapazitäten auszuschreiben. Spannend ist auch, dass Deutschland über ein weitreichendes Netz an Stromverbindungen mit 11 Ländern verfügt. So wird Strom nicht nur exportiert, sondern auch importiert, was das Land zum Stromnettoimporteur macht. Die Optimierung des Übertragungsnetzes ist dabei ein wichtiges Thema, da über 18.000 Kilometer in den nächsten Jahren verstärkt oder neu ausgebaut werden müssen.
Die Entbürokratisierung, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vorangetrieben wird, hat bereits positive Effekte gezeigt. Die Verfahren zur Genehmigung von Neubauten haben sich beschleunigt. Aktuelle Informationen dazu sind auf der Webseite der Bundesnetzagentur zu finden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird, aber eines steht fest: Die Energiewende ist ein Thema, das uns alle betrifft und für das kollektives Handeln gefordert ist.