In der charmanten Stadt Krems an der Donau hat ein ganz besonderes Fahrzeug seinen Dienst angetreten. Am 9. Mai 2026 wurde das erste elektrisch betriebene Tanklöschfahrzeug, bekannt als „Tank 10“, von der Freiwilligen Feuerwehr Krems feierlich in Betrieb genommen. Die Segnung folgte nach einem halben Jahr intensiven Probebetriebs, in dem das Fahrzeug schon bei 200 Einsätzen seine Schlagkraft unter Beweis stellte. Kommandant Gerhard Urschler war begeistert, dass die Erwartungen in Bezug auf die Einsatzfähigkeit sogar übertroffen wurden. Eine kleine Sensation, wenn man bedenkt, dass das Fahrzeug auch bei Stromausfällen einsatzbereit bleibt – ein klarer Vorteil gegenüber herkömmlichen Verbrennermotor-Fahrzeugen.

Der feierliche Anlass zog zahlreiche Ehrengäste an, darunter Verkehrsminister Peter Hanke, Finanzlandesrat Anton Kasser und Kremser Bürgermeister Peter Molnar. Letzterer lobte die Freiwillige Feuerwehr Krems als die größte in Österreich und die älteste in Niederösterreich. Um das Fahrzeug gebührend zu taufen, waren drei Geistliche anwesend: Stadtpfarrer Franz Richter, evangelischer Feuerwehrkurat Jörg Kreil und Josef Jasiurkowski aus Polen. Eine schöne Geste, die die Tradition und den Gemeinschaftsgeist der Feuerwehr unterstreicht.

Innovationen im Einsatz

Das Fahrzeug selbst, ein „RT“ der Firma Rosenbauer, ist nicht nur umweltfreundlich, sondern bringt auch ein neuartiges Arbeits- und Mannschaftskonzept mit sich. Die Sitzreihen im Mannschaftsbereich sind im rechten Winkel zur Fahrtrichtung angeordnet. Das fördert die Kommunikation während der Einsätze – eine kleine, aber feine Verbesserung. Mit zwei leistungsstarken Batterien, die jeweils 66 kWh speichern, und einem 306 PS starken Dieselmotor ist „Tank 10“ für die Herausforderungen in der Stadt bestens gerüstet. Diese Wendigkeit ist besonders wichtig, denn die Straßen von Krems sind nicht immer einfach zu navigieren.

Die Investitionskosten für dieses innovative Fahrzeug belaufen sich auf stolze 1,6 Millionen Euro. Dabei trugen der Bund mit 800.000 Euro, die Stadt Krems mit 500.000 Euro und das Land Niederösterreich mit 200.000 Euro zur Finanzierung bei. Verkehrsminister Hanke betonte bei der Segnung die Vorreiterrolle der Feuerwehr und das Ziel, bis 2040 alle Feuerwehrautos elektrisch zu betreiben. Ein ambitioniertes Ziel, das zeigt, wie ernst es der Regierung mit der Förderung umweltfreundlicher Technologien ist.

Herausforderungen der Elektromobilität

Die Einführung von Elektrofahrzeugen in den Feuerwehrdienst bringt jedoch auch neue Herausforderungen mit sich. Jochen Schäfer, Fachberater Elektromobilität des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), hat kürzlich in einer Onlinefortbildung über die Brandbekämpfung bei E-Autos referiert. Die besonderen Gefahren, die von brennenden Hochvoltbatterien ausgehen, wurden dabei ausführlich thematisiert. Es gab Berichte über explosionsartiges Abblasen von Batteriezellen, hohe Wärmeentwicklung und die Freisetzung gefährlicher Stoffe. Das klingt alles andere als harmlos!

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Ein zentrales Thema der Fortbildung war die effektive Brandbekämpfung. Kühlung hat sich als die einzige wirklich wirksame Methode herausgestellt, um die Akkutemperatur unter Kontrolle zu bringen. Das ist besonders wichtig, um Thermal Runaway zu verhindern, eine gefährliche Kettenreaktion, die bei E-Fahrzeugen auftreten kann. Es ist klar, dass die Feuerwehren sich auf diese neuen Gegebenheiten einstellen müssen. Die Schulung und das Wissen um die neuen Technologien sind unerlässlich, um die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Bevölkerung zu gewährleisten.

Die Einführung des neuen Tanklöschfahrzeugs „Tank 10“ in Krems ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Kombination aus moderner Technik, umweltfreundlichem Antrieb und einem durchdachten Konzept zeigt, wie Feuerwehrarbeit auch in der Zukunft aussehen könnte. Krems ist hier auf einem guten Weg und setzt Maßstäbe für andere Feuerwehren in ganz Österreich.

Für weitere Informationen können Sie die Quelle hier finden. Weitere Details sind auch auf ORF NÖ verfügbar.