Heute ist der 12. Mai 2026 und die Stadt Innsbruck hat ein ganz besonderes Ereignis gefeiert. Am 9. Mai, also vor wenigen Tagen, wurde Gertrud Egger stolze 100 Jahre alt! Bürgermeister Johannes Anzengruber besuchte die Jubilarin an ihrem besonderen Tag und gratulierte ihr persönlich. Die Feierlichkeiten fanden im Rahmen eines Geburtstagswochenendes statt, zu dem die gesamte Großfamilie aus Kanada, Vorarlberg, Salzburg und Wien angereist war. Was für ein wunderschöner Anlass, um die Familie zu vereinen!

Gertrud Egger wurde am 9. Mai 1926 in der Innsbrucker Klinik geboren. Ihr ganzes Leben hat sie in Innsbruck, Tirol, verbracht und dabei viele Höhen und Tiefen erlebt. Aufgewachsen in der Höttinger Au, besuchte sie die Volksschule in der Gilmstraße und später die Ferrarischule. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie bei Köllensperger und in einer Schneiderei in St. Nikolaus, was ihr sicher viele prägende Erfahrungen beschert hat.

Ein bewegtes Leben

Nach dem Krieg trat Gertrud in den Dienst der Stadt Innsbruck ein. Zuerst im Büro des damaligen Bürgermeisters Franz Greiter, später in der Stadtplanung – eine wichtige Aufgabe in einer sich verändernden Stadt. Ihr Ehemann war ebenfalls im Stadtmagistrat tätig, zuerst im Marktamt und dann als Leiter des Standesamtes. Sie verlobte sich 1944 auf der Fronebenalm, aber ihr Verlobter kam in Kriegsgefangenschaft. Nach langem Warten kehrte er am Heiligen Abend 1950 zurück, und das Paar heiratete bald darauf. Das ist wirklich eine schöne, wenn auch bewegende Geschichte!

Die Familie Egger umfasst heute drei Kinder, elf Enkel:innen und unglaubliche 25 Urenkel:innen im Alter von 1 bis 21 Jahren. Es ist schon beeindruckend, wie viele Generationen in einer Familie zusammenkommen können. Gertrud und ihr Mann lebten in der Sternwartestraße, später in der Mozartstraße und über 60 Jahre in der Schützenstraße. Diese Orte sind sicherlich mit vielen Erinnerungen verbunden.

Erinnerungen und Geschichten

In einem Interview für den Podcast „Archivwürdig“ des Stadtarchivs teilte Gertrud ihre Erinnerungen an ihre Kindheit und das Leben während des Krieges. Sie spricht über Freizeitaktivitäten wie Skifahren auf der Muttereralm und Ausflüge zum Kofel. Ein besonderes Augenmerk legt sie auf ein öffentliches Bad, das sich am Standort des heutigen Stadtarchivs und Stadtmuseums befand. Es scheint, als ob Gertrud immer die kleinen Freuden des Lebens geschätzt hat.

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Ihre Erzählungen sind nicht nur eindrucksvoll, sondern auch eine wertvolle Zeitreise in die Vergangenheit Innsbrucks. Gertrud Egger ist ein lebendiges Stück Geschichte, das zeigt, wie viel sich in einem Jahrhundert verändert hat. Mit ihrem 100. Geburtstag hat sie nicht nur ihre Familie, sondern auch die Stadt Innsbruck in Feierlaune versetzt. Auf die nächsten Geschichten, die sie zu erzählen hat!