Hildegard Marktl: Ein Leben für andere – Wie eine Jubilarin das Alter neu definiert
Heute ist der 9.10.2026 und wir blicken auf eine bemerkenswerte Jubilarin in Feldkirchen. Hildegard Marktl, die sich mit Herz und Seele dem Roten Kreuz verschrieben hat, feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Engagement. Ihre Geschichte ist nicht nur inspirierend, sondern zeigt auch, wie viel Freude man im Alter noch haben kann, wenn man seine Zeit für andere einsetzt.
Schon in ihrer jungen Berufstätigkeit begann Hildegard ihre freiwillige Mitarbeit beim Roten Kreuz in Lienz. Nach der Pensionierung verspürte sie den Wunsch, sich erneut im sozialen Bereich zu engagieren. Es war eine Zeitungsanzeige, die sie auf die Suche nach freiwilligen Mitarbeiterinnen im Besuchsdienst der Rot Kreuz Bezirksstelle Feldkirchen aufmerksam machte. So begann ein neuer Lebensabschnitt für sie.
Ehrenamtliche Tätigkeit mit Herz
Nach ihrer Ausbildung im Besuchsdienst absolvierte Hildegard die BleibAKTIV Ausbildung. Heute betreut sie wöchentlich rund 20 BewohnerInnen in Turn- und Gedächtnistrainingsgruppen im Seniorenwohnheim Lindl in Feldkirchen sowie in der Mavida Residence in Moosburg. Darüber hinaus besucht sie regelmäßig drei private Klientinnen, um diesen ein Stückchen Freude und Gesellschaft zu bringen.
Das Konzept des Besuchsdienstes, das sie mit so viel Hingabe umsetzt, ist nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland bekannt. Das Deutsche Rote Kreuz bietet einen ähnlichen Dienst an, um älteren, oft alleinstehenden Menschen Gesellschaft und Unterstützung zu leisten. Ehrenamtliche Helfer gehen in die Wohnungen oder Senioreneinrichtungen, um Gespräche zu führen, Kontakte zu knüpfen und einfach da zu sein. Das Ziel ist klar: Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern und Angehörige entlasten. Und das ganz ohne Kosten für die Betroffenen.
Ein Leben voller Engagement
Zu ihrem 80. Geburtstag wurde Hildegard von ihren Kolleginnen des Besuchsdienstes gefeiert. Es war ein fröhliches Fest, das ihre enge Verbindung zu den anderen Ehrenamtlichen unterstrich. „Das Rote Kreuz ist meine zweite Familie“, beschreibt sie ihre Erfahrungen, und man spürt förmlich, wie viel Freude und Begeisterung sie in ihrer Arbeit findet.
Hildegards Engagement ist nicht nur ein Lichtblick für die Menschen, die sie betreut, sondern auch ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, im Alter aktiv zu bleiben und sich für andere einzusetzen. Es zeigt, dass man auch nach der Pensionierung noch viel bewirken kann und wie erfüllend es ist, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich gegenseitig unterstützt.
In Zeiten, in denen viele ältere Menschen sich einsam fühlen, ist der Besuchsdienst eine wichtige Anlaufstelle. Sei es beim Gesellschaft leisten, bei Gesprächen oder sogar beim Ausfüllen von Formularen – die Helferinnen und Helfer bringen Abwechslung in den Alltag. Hildegard Marktl ist dafür ein strahlendes Beispiel und zeigt uns, dass man mit einem offenen Herzen und einem Lächeln viel bewirken kann.
