Rettungsübung in der Eidenberger Alm: Ein Szenario mit unsichtbarer Gefahr
Gestern, am 9. Oktober 2026, hat eine groß angelegte Übung des Roten Kreuzes und des Samariterbundes in Feldkirchen für Aufregung gesorgt. Der Anlass? Ein simuliertes Kohlenmonoxid-Austreten im Hoteltrakt der Eidenberger Alm. 24 Personen mussten aus der Gefahrenzone gerettet und medizinisch versorgt werden. Die Szenarien waren so realistisch, dass man sich fast fragte, ob das Ganze nicht schon Wirklichkeit war.
Die Feuerwehren aus Eidenberg, Geng und Berndorf waren mit Atemschutz ausgestattet und übernahmen die Evakuierung der Betroffenen. Die Rettungskräfte kümmerten sich anschließend um die medizinische Versorgung und den Transport der Verletzten ins Übungskrankenhaus, das im Gemeindeamt Eidenberg unter der Leitung von Gemeindearzt Dr. Mertl eingerichtet wurde. Ein großes Lob gebührt der Familie Schütz von der Eidenberger Alm, die das Gelände für die Übung zur Verfügung stellte. Ohne deren Unterstützung wäre das Ganze nicht möglich gewesen!
Realistische Übung unter schwierigen Bedingungen
Bei der Übung waren beeindruckende 32 Rettungssanitäter:innen und Notfallsanitäter:innen aktiv, unterstützt von zwei Notärztinnen. Die Herausforderung war enorm: Enge Platzverhältnisse, Dunkelheit und die unsichtbare Gefahr durch Kohlenmonoxid machten die Übung zu einem echten Test für alle Beteiligten. Die neue Mobile Sanitätseinheit (MSE) wurde unter realistischen Bedingungen erprobt, und die Übung beinhaltete auch den Aufbau einer Sanitätshilfsstelle, um mehrere Patient:innen strukturiert zu versorgen.
Benjamin Gangl, der die Bedeutung des Zusammenspiels aller Beteiligten betonte, war sichtlich begeistert von der Professionalität und dem Engagement der Teams. Und das zurecht! Die schnelle Rettung und medizinische Versorgung der verletzten Personen war das Hauptziel der Übung. Auch die Betreuung der leicht verletzten und unverletzten Betroffenen wurde nicht vernachlässigt – schließlich ist jeder einzelne Mensch wichtig.
Kohlenmonoxid – eine heimtückische Gefahr
Kohlenmonoxid ist ein geruchs- und geschmacksneutrales Gas, das bei unvollständigen Verbrennungen entsteht. Oftmals wird es über die Atemluft unbemerkt aufgenommen, was zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen kann. Bei CO-Intoxikationen sind die Symptome vielfältig – von Schwindel und Kopfschmerzen bis hin zu Bewusstlosigkeit. Besonders betroffen ist das zentrale Nervensystem, das einen hohen Sauerstoffbedarf hat. Da kann man schnell ins Schwitzen kommen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Einsatzkräfte wurden darauf trainiert, mit den Herausforderungen umzugehen, die ein Kohlenmonoxid-Austritt mit sich bringt. Dazu zählt auch der Einsatz von CO-Warnern im Rettungsdienst, um präventiv gegen diese unsichtbare Gefahr vorzugehen. Die schnelle Reaktion und effektive Zusammenarbeit sind entscheidend, um das Schlimmste zu verhindern.
Diese Übung war mehr als nur ein Training. Sie war ein eindrücklicher Beweis dafür, wie wichtig es ist, auf Notfälle vorbereitet zu sein und wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Rettungsdiensten ist. Das gibt einem einfach ein gutes Gefühl.
