Deutsch-Wagram eröffnet neuen Spielplatz neben Kindergarten-Baustelle
Am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, haben Kinder am Hanuschplatz beim „Jungen Wohnen“ in Deutsch-Wagram ihren neuen öffentlichen Spielplatz eröffnet. Gemeinsam mit Bürgermeister Markus Mentl-Weigl durchschnitten Kinder aus den beiden Kindergärten in der Jakob-Reumann-Gasse das Eröffnungsband – und durften danach sofort loslegen.
Der Anlass für den Bau liegt gleich nebenan: Am neuen Kindergarten in der Jakob-Reumann-Gasse wird gearbeitet. Damit die Kinder während dieser Bauphase trotzdem draußen spielen und Zeit im Freien verbringen können, wurde der zusätzliche Platz geschaffen. Nach Abschluss der Bauarbeiten bleibt er bestehen und steht allen Kindern in Deutsch-Wagram offen.
Erst das Band, dann die Spielgeräte
Vor dem Durchschneiden erklärte Bürgermeister Mentl-Weigl den Kindern den Zusammenhang zwischen den Kindergartenarbeiten und dem neuen Spielplatz. Lange warten mussten sie danach nicht. Kaum war die offizielle Eröffnung vorbei, wurden die Spielgeräte ausprobiert und das Gelände erkundet.
Umgesetzt wurde das Projekt vom Bauhof der Gemeinde. Die Mitarbeiter planten und errichteten den Spielplatz im Laufe des Sommers in Eigenregie. Dabei flossen handwerklicher und persönlicher Einsatz in die Gestaltung und den Bau ein.
Bei der Eröffnung waren neben Bürgermeister Markus Mentl-Weigl auch Stadtrat Wolfgang Süß, Kindergartenleiterin Michaela Fedorczuk, die Stadtamtsdirektorin sowie Mitarbeiter des Bauhofs und des Stadtamts, politische Vertreter und weitere Besucherinnen und Besucher dabei. Zum Abschluss bekamen die Kinder ein Ausmalbild des neuen Spielplatzes als Erinnerung. Das Bild wurde zusätzlich zum Herunterladen bereitgestellt.
Mentl-Weigl sagte, die Freude der Kinder sei für ihn das Schönste an der Eröffnung. Trotz der Bauarbeiten rund um den Kindergarten sollten sie merken, dass auf sie geachtet werde. Sein Dank galt dem Bauhof-Team, das den neuen Treffpunkt errichtet hat. Der Spielplatz soll den Kindern während der Bauphase und auch langfristig Freude bereiten.
Mehr als Rutschen und Schaukeln
Wie Kinder öffentliche Räume nutzen, zeigt ein Blick über Deutsch-Wagram hinaus: Im Alltag sind nicht nur klassische Spiel- und Sportplätze interessant. Mauern können zum Balancieren dienen, Brunnen zum Plantschen, ungewöhnlich geformte Sitzmöbel zum Klettern. Und an Spielgeräten lässt sich natürlich schaukeln oder drehen – manchmal ist der Weg zum Spiel schon das Spiel selbst.
Gerade in dicht bebauten Städten sind Kinder und Jugendliche auf solche Bewegungs- und Spielmöglichkeiten angewiesen. Die Wiener „Spielfibel“ dokumentiert mehr als 100 Beispiele für Spielangebote auf Straßen und öffentlichen Plätzen, ein großer Teil davon stammt aus Wien. Die Angebote können dauerhaft angelegt sein oder nur vorübergehend bestehen, etwa im Fall der Wiener Spielstraße.
Die leicht verständlichen Darstellungen zeigen unter anderem, wie viel Platz ein Spielgerät braucht, welche Kosten damit verbunden sind und wie sich unterschiedliche Angebote vergleichen lassen. Als Beispiel nennt die Spielfibel eine Brückenmauer, die als Kletterwand genutzt wird.
Im Jänner 2018 beschloss der Wiener Gemeinderat im Rahmen des Fachkonzepts „Öffentlicher Raum“, Spielangebote im öffentlichen Raum zu verbessern. Straßen und Plätze sollten stärker als Orte für Bewegung und Begegnung genutzt werden. Entstanden ist die Spielfibel 2018 in Zusammenarbeit mit mehreren Dienststellen der Stadt Wien.
